Examplepictures of DNA-Structures

Zwei Absolventinnen des CMCB mit dem Georg-Helm-Preis ausgezeichnet


23/11/2020

Die TU Dresden hat kürzlich vier Gewinner des Georg-Helm-Preises 2020 bekannt gegeben. Zwei von ihnen sind Dr. Lara Marrone und Sarah Naomi Bolz - Absolventinnen des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB).

"Ich freue mich über die Anerkennung meiner Bemühungen, die komplizierten Prozesse aufzuklären, die Erkrankungen der Motoneurone zugrunde liegen", sagt Dr. Lara Marrone, die für ihre Doktorarbeit den Georg-Helm-Preis 2020 erhielt. Lara Marrone hat untersucht, welche molekularen Mechanismen zur Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) führen. "ALS ist eine verheerende neurodegenerative Erkrankung. Die Entstehung der ALS ist mit multiplen Mechanismen verbunden, was es schwierig macht, ihre Hauptursache zu finden", erklärt Lara. Sie untersuchte das Protein Fused in Sarcoma (FUS), das in einer Untergruppe von ALS-Fällen mutiert ist. Sie hat festgestellt, dass Mutationen in FUS das Verhalten dieses Proteins und anderer ALS-assoziierter Proteine als Ergebnis einer Kettenreaktion verändern. Dies hat eine mögliche Verbindung zwischen verschiedenen Subtypen der ALS aufgezeigt, die bisher als unabhängig voneinander betrachtet wurden. Im Rahmen ihrer Dissertation hat sie das Potenzial von mehreren Substanzen untersucht, das sich falsch verhaltende FUS-Protein zu eliminieren. Lara hat eine Klasse von Medikamenten gefunden, die geeignet sind, die Krankheit zu bekämpfen. "Meine Arbeit zeigt, dass eine verbesserte Eliminierung von pathologischen Proteinen, wie FUS, eine vielversprechende therapeutische Strategie sein könnte", sagt Lara.
Lara hat ihre Promotion in der Gruppe von Dr. Jared Sterneckert am Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) abgeschlossen. "Das CRTD und das CMCB waren eine lebendige und anregende Umgebung. Hier habe ich solide Fachkenntnisse, Selbstvertrauen und wissenschaftliche Unabhängigkeit gesammelt, was mich dazu geführt hat, mein Engagement für die akademische Forschung auf dem Gebiet der Erkrankungen der Motoneuronen fortzusetzen. Ich bin jetzt am Sheffield Institute for Translational Neuroscience (SITraN, UK), wo ich mich mit der Entwicklung gentherapeutischer Ansätze für eine neuromuskuläre Erkrankung im Zusammenhang mit ALS beschäftige.

Ein weiterer Georg-Helm-Preis wurde an Sarah Naomi Bolz für ihre Masterarbeit in der Gruppe von Prof. Michael Schroeder am Biotechnologiezentrum der TU Dresden (BIOTEC) vergeben. "Ich kann sagen, dass meine Masterarbeit eine lebensverändernde Erfahrung war. Ich entschied mich, einer Gruppe für computergestützte Biologie beizutreten, ohne einen Informatik-Hintergrund zu haben. Es war eine Herausforderung, durch die ich aber tatsächlich meine Leidenschaft für die Bioinformatik entdeckt habe. Ich sehe sie als eine perfekte Kombination aus Biologie, Logik und Kreativität. Ich habe mich entschieden, in diese Richtung zu gehen. Nach Abschluss meiner Masterarbeit habe ich meine Promotion in der Bioinformatik begonnen", sagt Sarah.
Sarah konzentrierte sich bei ihrer Arbeit auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Entdeckung von Medikamenten. Bei der Prüfung auf neue therapeutische Wirkstoffe verzeichnen Wissenschaftler oft falsch positive Treffer, d.h. sie finden Wirkstoffe, die zu wirken scheinen, bei genauerer Untersuchung aber nicht wirken. "Solche Substanzen werden Pan-Assay-Interferenz-Verbindungen oder einfach PAINS genannt. Die genauen Mechanismen, wie PAINS in der Lage sind, Wissenschaftler zu verwirren, sind nicht bekannt", erklärt Sarah. Sie untersuchte verschiedene Sammlungen von Strukturdaten und analysierte die Wechselwirkungen zwischen PAINS und Proteinen. Sie hat Bindungsarten von PAINS-definierenden Substrukturen charakterisiert und herausgefunden, dass sie Proteine auf eine Vielzahl verschiedener Arten binden können. "Meine Arbeit hat uns Einblicke in die Mechanismen der promiskuitiven Bindung von PAINS und möglicherweise anderen, ähnlichen Substanzen gegeben", sagt Sarah.

"Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner! Wir sind sehr stolz auf sie und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg und eine erfolgreiche Fortsetzung ihrer wissenschaftlichen Karrieren", sagt Prof. Stefan Diez, Geschäftsführender Direktor des CMCB.

Der Georg-Helm-Preis wurde 1995 vom Verein zur Förderung von Studierenden der Technischen Universität Dresden e.V. ins Leben gerufen. Mit dem Preis werden jährlich herausragende Dissertationen, Master- und Diplomarbeiten ausgezeichnet. Die Preisträger erhalten einen Preis von 2.500 Euro und eine Medaille aus Meissener Porzellan. Aufgrund der COVID-19-bezogenen Einschränkungen wird die Preisverleihung auf 2021 verschoben.

 
Dr. Lara Marrone (left) and Sarah Naomi Bolz (right) @ Lara Marrone / Magdalena Gonciarz


JEDI Billion Molecules against Covid19 GrandChallenge: Dresdner Team geht in die Testphase


19/11/2020

Das Dresdner Forscherteam des Biotechnologische Zentrums (BIOTEC) der TU Dresden und PharmAI ist eines der Endteams, das für die nächste Phase der JEDI Billion Molecules against Covid19 GrandChallenge ausgewählt wurde. 107 vom Dresdner Team eingereichte Wirkstoffe befinden sich im Pool der 1200 Wirkstoffe, die auf ihr Potenzial zur Blockierung des SARS-CoV-2-Virus getestet werden. Die Wirkstoffe werden in den nächsten Wochen hergestellt, und die Tests werden 2021 beginnen.

Das Dresdner Team wird von Prof. Michael Schroeder vom Biotechnologische Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden und Dr. Joachim Haupt von PharmAI, der Ausgründung des BIOTEC, geleitet.  "Wir freuen uns sehr zu hören, dass ein guter Teil der Wirkstoffe, die unser Team für die JEDI GrandChallenge eingereicht hat, für die nächste Testphase ausgewählt wurde. Wir haben Jahre der Forschung investiert, um hochmoderne Algorithmen für die Arzneimittelentwicklung zu etablieren, und wir freuen uns, dass wir unsere DiscoveryEngine für die Suche nach COVID-19-Medikamenten einsetzen konnten", sagt Prof. Schroeder.

Die DiscoveryEngine ist eine am BIOTEC entwickelte virtuelle Screening-Verfahren. Sie ist das Herzstück des Ausgründungsunternehmens PharmAI. Sie analysiert die in den Strukturen von Proteinen und Molekülen verborgenen Informationen und identifiziert Wirkstoffe, die effektiv gegen eine bestimmte Krankheit wirken können. Es ist ein schnelles und genaues Verfahren für die Arzneimittelentwicklung und potenziell ein hervorragendes Instrument bei der laufenden Suche nach der COVID-19-Therapie.

Die JEDI Billion Molecules against Covid19 GrandChallenge hat im Mai 2020 als globale und gemeinschaftliche Anstrengung zur schnellstmöglichen Identifizierung neuer Medikamente für COVID-19 begonnen. Ungefähr 54 Milliarden Moleküle wurden von mehr als 130 Teams aus Institutionen und Unternehmen aus der ganzen Welt mit verschiedenen rechnergestützten Ansätzen untersucht. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse hat der JEDI Scientific Committee mehrere rechnergestützte Ansätze verwendet, um die Liste der bereitgestellten Verbindungen zu sortieren. Sie haben die doppelten Moleküle eliminiert und 1200 der vielversprechendsten Vorhersagen ausgewählt. Die Wirkstoffe, die es auf diese "endgültige Liste" geschafft haben, werden synthetisiert und in Zelltests verwendet, um ihre Fähigkeit zur Blockierung des SARS-CoV-2-Virus zu testen.


Künstlerische Darstellung der von der DiscoveryEngine geprüften Wirkstoffe. ©PharmAI


María Teresa Pisabarro als außerplanmäßige Professorin an die TU Dresden berufen


09/11/2020

Die Forschungsgruppenleiterin María Teresa Pisabarro wurde als außerplanmäßige Professorin des CMCB/BIOTEC, TU Dresden, berufen. Professor Pisabarro ist eine Expertin in struktureller computergestützter Biologie. Ihre Forschungsgruppe entwickelt und verwendet hochmoderne rechnergestützte Ansätze zur Untersuchung der Struktur und Funktion von Makromolekülen für rationales Engineering und de novo-Design. Der Titel ist eine Anerkennung für viele Jahre herausragender Leistungen in Forschung und Lehre.

María Teresa Pisabarro und ihre Arbeitsgruppe nutzen das vorhandene Wissen über die Beziehung zwischen der Struktur und Funktion von Biomakromolekülen, um die molekularen Interaktionen von Proteinen, DNA, Zuckern und kleinen Molekülen vorherzusagen und in diese einzugreifen. Die Forschenden in der Pisabarro-Gruppe sind Experten in der Verwendung strukturbasierter Berechnungsansätze, um Moleküle für eine Vielzahl von biotechnologischen und pharmakologischen Anwendungen rationell zu konstruieren. Das heißt, neue Moleküle von Grund auf neu zu entwerfen (de novo-Design), sie mit maßgeschneiderten Eigenschaften auszustatten oder bestehende Moleküle zu modifizieren, um ihre Funktion zu verbessern oder zu ändern. Die Gruppe arbeitet eng mit experimentellen Forschenden aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zusammen.

Professor Pisabarro ist eine der Dozenten für die Masterstudiengänge „Molecular Bioengineering“ und „Nanobiophysik“, welche am Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) der TU Dresden gelehrt werden. Sie ist verantwortlich für die Lehrveranstaltung „Structural and Computational Biology“ und hält Vorlesungen in den Kursen „Proteomics“ und „Protein Engineering“.

"Mayte hat eine hervorragende Arbeit in der strukturellen Bioinformatik geleistet. Sie hat ihre Forschungslinie kontinuierlich verfolgt und mit vielen hochkarätigen Forschungsgruppen zusammengearbeitet. Dieser Titel honoriert ihren Beitrag zur Wissenschaft und zur Gemeinschaft. Wir freuen uns auf die kommenden Jahre der Forschung und Lehre", sagte Prof. Michael Schroeder, Direktor des Biotechnologischen Zentrums (BIOTEC).

María Teresa Pisabarro hat Pharmakologie an der Universität Complutense in Madrid, Spanien, studiert. Sie hat am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg, Deutschland, in struktureller und computergestützter Biologie promoviert. Ihre Dissertation wurde durch ein renommiertes Doktorandenstipendium des Boehringer Ingelheim Fonds finanziert. Sie war als Postdoktorandin am EMBL und an der University of California San Francisco (UCSF), USA, tätig. Im Jahr 1998 wurde sie Gruppenleiterin für Protein-Engineering bei Genentech Inc. 2002 ist sie nach Dresden umgezogen und hat am Max-Planck-Institut für Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) als Gastwissenschaftlerin begonnen. Seit 2004 leitet sie die Arbeitsgruppe für strukturelle Bioinformatik am BIOTEC.


Prof. Henrik Bringmann ist neuer Professor am BIOTEC, TU Dresden.


02/11/2020

Prof. Henrik Bringmann tritt zum 1. November 2020 eine Professur am BIOTEC der TU Dresden an. Seine Arbeitsgruppe "Zelluläre Netzwerke und Systeme" beschäftigt sich mit den molekularen Mechanismen, die dem Schlaf unterliegen.

Schlaf ist wesentlich für das Leben von Tieren und Menschen. Es ist jedoch erstaunlich, wie wenig über die molekularen Mechanismen, die dem Schlaf unterliegen, bekannt ist. Da Schlafstörungen in den Industriegesellschaften immer häufiger auftreten und zu einer grossen medizinischen und wirtschaftlichen Belastung führen, ist es entscheidend, unser Verständnis der Schlafmechanismen zu vertiefen, um neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. Professor Bringmann und seine Arbeitsgruppe wollen die Schlafmechanismen und Schlaffunktionen verstehen, die die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern. In ihrer Forschung konzentrieren sie sich auf den Schlaf von Mäusen und den Fadenwurm C. elegans. "C. elegans ist das einfachste Tiermodell, das schläft. Daher ist es das zugänglichste Modellsystem um Schlaf zu untersuchen. Allerdings ist der menschliche Schlaf weitaus komplexer als der Schlaf in C. elegans. Deshalb untersuchen wir auch die Schlafmechanismen bei Mäusen, weil ihr Schlaf unserem ähnlicher ist. Auf diese Weise können wir unsere Erkenntnisse aus C. elegans auf Mäuse und dann möglicherweise auch auf Menschen übertragen", erklärt Professor Bringmann.

Für Professor Bringmann ist der Umzug nach Dresden eigentlich ein Comeback. Er hat 2007 sein Doktorandenstudium am Max-Planck-Institut für Zellbiologie und Genetik in Dresden abgeschlossen. Danach ging er als Postdoc ans MRC Laboratory of Molecular Biology (LMB) in Cambridge, Großbritannien. Im Jahr 2009 hat er seine Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen eingerichtet. Während fast eines Jahrzehnts Forschung in Göttingen hat die Bringmann-Arbeitsgruppe ein essentielles Schlafneuron und Schlafgene in C.elegans identifiziert. Die Arbeitsgruppe hat gezeigt, dass diese Schlafgene auch den Schlaf bei Mäusen kontrollieren und daher wahrscheinlich auch für den Schlaf von uns Menschen wichtig sind. Im Jahr 2018 wurde Dr. Bringmann auf eine Professur für Tierphysiologie an der Philipps-Universität Marburg berufen. Während der Zeit in Marburg hat seine Arbeitsgruppe einen Mechanismus gefunden, durch den ein EGFR-Signalweg den Schlaf nach Stress erhöht, sowie einen neuronalen Schaltkreis, der den Schlaf einschaltet, wenn das Tier müde ist.

Gefördert durch den ERC Starting Grant SLEEPCONTROL und die DFG, freuen sich Professor Bringmann und seine fünf Arbeitsgruppenmitglieder darauf, Teil des BIOTEC und der größeren Familie des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) an der TU Dresden zu werden.

 
Prof. Henrik Bringmann
© Magdalena Gonciarz


Auf die richtige Balance kommt es an


20/10/2020

Einen grundlegenden Beitrag für die Krebsforschung liefert eine neue Studie von Würzburger Wissenschaftlerinnen in Kooperation mit der TU Dresden. Wenn sich eine Zelle teilt, werden ausgewählte Zielproteine durch Enzyme mit Signalmolekülen markiert und daraufhin abgebaut. Die beteiligten Enzyme können sich jedoch auch selbst für den Abbau markieren. Ein multidisziplinäres Forscherteam hat nun modellhaft aufgeklärt, wie Enzyme sich vor derartiger Selbstzerstörung schützen und bei Bedarf schnell wieder zur Verfügung stehen können. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Science Signaling veröffentlicht.

Zentrale Funktionen vielzelliger Organismen, wie Wachstum, Entwicklung und Regeneration von Geweben basieren auf der präzise regulierten Teilung von Zellen. Wenn diese aus den Fugen gerät, kann Krebs entstehen. Ein Forscherteam der Universitäten Würzburg und Dresden hat einen molekularen Mechanismus entdeckt, der für die Regulation der Zellteilung von besonderer Bedeutung ist. Federführend waren Dr. Sonja Lorenz vom Rudolf-Virchow-Zentrum – Center for Integrative and Translational Bioimaging der Universität Würzburg und Dr. Jörg Mansfeld vom Biotechnology Center (BIOTEC) der Technischen Universität Dresden.

Ubiquitinierung als zentrales Steuerelement
Ein kritischer Schritt in der Zellteilung ist die gleichmäßige Verteilung der Erbinformation auf die entstehenden Tochterzellen. Dieser Prozess wird durch einen riesigen Proteinkomplex, den Anaphase-Promoting-Complex/Cyclosom (APC/C), gesteuert, der Zielproteine mit dem Signalprotein Ubiquitin markiert. Die Ubiquitinsignale ähneln einer molekularen Postleitzahl, die markierte Proteine der zellulären Proteinabbaumaschinerie zuführt. Damit dies gelingt, arbeitet der APC/C mit dem Ubiquitin-konjugierenden Enzym UBE2S zusammen. Dieses stellt sicher, dass Ubiquitinsignale auf Zielproteinen akkurat und effizient angebracht werden. Allerdings kann sich UBE2S auch selbst mit Ubiquitin markieren und somit seinen eigenen Abbau einleiten. Dieser Umstand trifft ebenso auf Ubiquitinierungsenzyme im Allgemeinen zu. „Dies wirft die fundamentale Frage auf, wie diese Enzyme die richtige Balance zwischen Selbstmarkierung und Zielproteinmarkierung erreichen und gewährleisten, dass hinreichende Enzymmengen in der Zelle vorhanden sind, wenn sie benötigt werden“, sagt Sonja Lorenz.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung.


Surrealistischer Blick auf das Enzym UBE2S, das seine Lebenszeit reguliert indem es zwischen einem Monomer- und einem Dimer-Zustand wechselt. © Anna Liess


Über 4,5 Millionen Euro für den Masterstudiengang EMM-Nano


09/10/2020

Die TU Dresden und ihre Partneruniversitäten haben eine neue Finanzierungsrunde für den Masterstudiengang EMM-Nano erhalten. Die neue Finanzierung beginnt am 31. Oktober und wird für sechs Jahre fortgesetzt. Mit diesen Mitteln werden Stipendien für Nicht-EU-Studierende angeboten, die Nanowissenschaften und Nanotechnologie auf Masterniveau an fünf europäischen Universitäten studieren möchten.

Das Erasmus-Mundus-Masterprogramm für Nanowissenschaften und Nanotechnologie (EMM-Nano) wurde 2005 eingerichtet. Das Programm finanziert Stipendien für Nicht-EU-Studierende, damit diese ihren Master in Nanowissenschaft und Nanotechnologie in Europa absolvieren können. Die Studierenden verbringen ihr erstes Jahr an der KU Leuven (Belgien) und lernen die Grundlagen der Nanowissenschaft und Nanotechnologie kennen. Im zweiten Jahr wechseln die Studierenden an eine der vier Partneruniversitäten, die Technische Hochschule Chalmers (Schweden), die Universität Grenoble Alpes (Frankreich), die Universität Barcelona (Spanien) oder die TU Dresden (Deutschland), um sich weiter zu spezialisieren und das Forschungsprojekt der Masterarbeit abzuschließen. Die Studierenden erhalten ein gemeinsames Diplom der KU Leuven und der Partneruniversität. Mit der neuen Finanzierungsrunde können die Universitäten bis 2026 Studierende aufnehmen.

Das BIOTEC mit seinem Masterstudiengang Molecular Bioengineering war das erste Institut an der TU Dresden, das sich am EMM-Nano beteiligt hat. Seit 2007 hat es eine Spezialisierung in Biophysik innerhalb des neu eingerichteten Master-Studiengangs Nanobiophysics etabliert. Der Nanobiophysics-Studiengang wird jetzt von der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) , welche aus den wissenschaftlich unabhängigen Insituten B CUBE, BIOTEC und CRTD besteht, angeboten. "Wir freuen uns außerordentlich über die Fortführung der Finanzierung, die es ermöglicht, auch in den kommenden Jahren so hervorragende und hoch motivierte internationale Studenten zu begrüßen", sagt Stefan Diez, geschäftsführender Direktor des CMCB.

Der EMM-Nano-Studiengang an der TU Dresden hat sich seit seinem Beginn erweitert und bietet nun drei verschiedene Spezialisierungen an. Im Jahr 2016 hat die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik begonnen, Nanoelectronics im Rahmen des Master-Studiengangs Nanoelectronic Systems anzubieten, und 2018 hat die Fakultät Physik die Spezialisierung Organic and Molecular Electronic im Rahmen des Master-Studiengangs Organic and Molecular Electronics begonnen.


© Magdalena Gonciarz


Ingenieure verbinden Gehirne mit Computern über gedruckte 3D-Implantate


23/09/2020

Die Verbindung des menschlichen Gehirns mit einem Computer ist normalerweise nur in der Science-Fiction zu sehen, aber jetzt hat ein internationales Team von Ingenieuren und Neurowissenschaftlern der Universität Sheffield (Großbritannien), der Staatlichen Universität St. Petersburg (Russland) und der Technischen Universität Dresden (Deutschland) die Möglichkeiten des 3D-Drucks genutzt, um die Technologie einen Schritt näher an die Realität heranzuführen.

In einer neuen Studie, die in Nature Biomedical Engineering veröffentlicht wurde, hat das Team unter der Leitung von Professor Ivan Minev (ein Alumnus des BIOTEC, TU Dresden, jetzt am Department of Automatic Control and Systems Engineering, Universität Sheffield) und Professor Pavel Musienko (St. Petersburg State University) einen Prototyp eines neuronalen Implantats entwickelt, das zur Entwicklung von Behandlungsmethoden für Probleme im Nervensystem eingesetzt werden könnte.

Das Nervenimplantat wurde zur Stimulation des Rückenmarks von Tiermodellen mit Rückenmarksverletzungen verwendet und könnte nun zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für menschliche Patienten mit Lähmungen eingesetzt werden. Die Proof-of-Concept-Technologie hat in der Studie gezeigt, dass sie auch gut auf die Oberfläche eines Gehirns, des Rückenmarks, peripherer Nerven und Muskeln passt und somit Möglichkeiten bei anderen neurologischen Erkrankungen eröffnet.

Das menschliche Gehirn über eine neuronale Schnittstelle mit einem Computer zu verbinden, ist ein Ziel vieler Forscher in Wissenschaft, Technik und Medizin, wobei jüngste Berichte in den Medien die Bemühungen zur Entwicklung der Technologie hervorheben. Die Innovation auf diesem Gebiet wird jedoch durch die enormen Kosten und die lange Entwicklungszeit für die Herstellung von Prototypen behindert, die für die Erforschung neuer Behandlungsmethoden benötigt werden.

Die Technologie verspricht ein großes Potenzial für neue medizinische Behandlungen von Verletzungen des Nervensystems auf der Grundlage einer Fusion von Biologie und Elektronik. Die Vision stützt sich auf Implantate, die kleinste elektrische Impulse im Gehirn und im Nervensystem wahrnehmen und liefern können.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung.


20 Jahre Biotechnologie-Offensive in Sachsen


10/09/2020

15.500 Mitarbeiter, ein Jahresumsatz von knapp zwei Milliarden Euro, zahlreiche Unternehmen und Forschungsinstitute vor allem in Dresden und Leipzig, internationale Studiengänge und zwei Exzellenzcluster. Die Bilanz der im Jahr 2000 gestarteten Biotechnologie-Offensive Sachsen kann sich sehen lassen. Ausgestattet mit 200 Millionen Euro hob der Freistaat Sachsen damals die Life Science Standorte Dresden und Leipzig aus der Taufe. So entstand das Biotechnologische Zentrum der TU Dresden (BIOTEC), das seine Heimat im BioInnovationszentrum Dresden hat und mit ursprünglich sechs Professuren samt Nachwuchsforschergruppen zur Keimzelle der biotechnologischen Forschung an der TU Dresden wurde.  

Ziel des BIOTEC war es, modernste Forschungsansätze in der Molekular- und Zellbiologie mit den in Dresden traditionell starken Ingenieurswissenschaften zu verbinden. Interdisziplinäres Forschen, um neueste lebenswissenschaftliche Erkenntnisse zügig anwendbar zu machen, wurde zur Mission des BIOTEC, das sich seither auf die Forschungsschwerpunkte molekulare Zell- und Entwicklungsbiologie, physikalische Biologie und die Bioinformatik fokussiert.  

Aus dem 2001 als zentrale wissenschaftliche Einrichtung an der TU Dresden eröffneten BIOTEC entwickelte sich in den vergangenen 20 Jahren der heutige Campus Johannstadt mit dem 2006 gegründeten Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD), dem Center für Molecular Bioengineering (B CUBE), gegründet 2008, und dem 2016 als Dachorganisation für alle drei Institute geschaffenen Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB).

Heute traf sich die Biotech-Branche zum Life Sciences-Forum Sachsen im CRTD der TU Dresden, um gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer auf 20 Jahre Biotechnologie-Offensive Sachsen zurückzublicken und die Gesundheitstechnologien der Zukunft zu diskutieren. „Mit den drei fachspezifischen internationalen Masterstudiengängen macht die TU Dresden weltweit auf sich aufmerksam. Die Lehre findet in englischer Sprache statt, sieben von zehn unserer CMCB-Masterstudenten kommen aus dem Ausland an die TU Dresden. Viele von ihnen bereichern nach ihrem Abschluss unsere fast 50 biotechnologischen Forschungsgruppen oder werden zum wichtigen Netzwerkpartner an anderen Instituten oder in der Industrie. Durch die international starke Vernetzung und ausgeprägtes interdisziplinäres Forschen kann die TU Dresden weitere Spitzenforscher gewinnen, umfangreiche Drittmittel einwerben und das Wachstum des Sächsischen Biotech-Clusters weiter befruchten“, erklärt Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger.

Insgesamt prägen die Institute des Johannstadt-Campus die Forschungsprofillinie „Gesundheitswissenschaften, Biomedizin und Bioengineering“ der TU Dresden nachhaltig und haben mit ihren zwei Exzellenzclustern CRTD (gefördert von 2006 bis 2019) und aktuell Physics of Life (PoL) einen entscheidenden Anteil am Erfolg der Universität in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder seit 2012.

„Die Wissenschaftler des CMCB leisten mit ihren Forschungen einen wesentlichen Beitrag für die exzellente und weltweit beachtete Entwicklung der Lebenswissenschaften an der TU Dresden. Gemeinsam mit den außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen bilden die Institute ein starkes und international wettbewerbsfähiges Zentrum für Bio-Engineering mit einem breiten wissenschaftlichen Hintergrund, der von Molekular- und Zellbiologie, Medizin, Physik, Chemie, Materialwissenschaft bis hin zur Bioinformatik reicht“, sagt Staudinger.

Anwendungsorientierte Forschung wird auf dem Campus Johannstadt großgeschrieben: „Wir leben hier eine einzigartige Kultur, geprägt von intensiver Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Uniklinik und der Medizinischen Fakultät sowie vielen außeruniversitären Einrichtungen, die sich in den letzten Jahren in Dresden angesiedelt haben“, betont Prof. Michael Schroeder, Direktor des BIOTEC. Dazu gehören das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, das Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme, das Center für Systems Biology Dresden, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung, das Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien Dresden, das Nationale Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie (OnkoRay) und diverse ausgegründete Unternehmen. „Aus unseren Laboren heraus haben sich schon diverse Firmen gegründet und sind dabei, unsere Forschung in die Anwendung zu bringen. Unser Cluster bringt beste Voraussetzungen mit, dass dieser Wissenstransfer weiter gedeihen kann und uns in Lehre, Forschung und Industrie weiter stärkt“, ergänzt Prof. Michael Schroeder.

Übersicht Zahlen und Fakten:

·       2001: Gründung des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC)

·       2006: Gründung DFG-Forschungszentrum und Exzellenzcluster für Regenerative Therapien Dresden (CRTD)

·       2008: Gründung des B CUBE – Center for Molecular Bioengineering als Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) durch die Initiative „Unternehmen Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

·       2016: Gründung des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) als Dachorganisation der drei Institute BIOTEC, CRTD und B CUBE mit drei internationalen Master-Studiengängen und einer gemeinsamen Technologieplattform, wie z.B. das Dresden-concept Genome Center oder die Biopolis Dresden Imaging Platform

·       2018: Gründung des DFG-Exzellenzclusters Physics of Life (POL)

·       Aufbau von drei internationalen Master-Studiengängen (Lehre komplett in Englisch, Anteil der internationalen Studenten rund 70 Prozent:

-        2002: Molecular Bioengineering

-        2007: NanoBiophyscis

-        2010: Regenerative Biology and Medicine

·       2020: 29 TUD-Professuren am CMCB und PoL (teilweise noch in Berufung), darüber hinaus 20 unabhängige Nachwuchsforschungsgruppen

·       CMCB: ca. 500 Mitarbeiter, etwa 35 Prozent kommen von außerhalb Deutschlands aus 30 verschiedenen Nationen, Alltagssprache Englisch

 


Treffen Sie Julia, die DIGS-BB-Fellow 2020!


07/09/2020

Der DIGS-BB Fellow Award 2020 ging an Julia Vorhauser (Arbeitsgruppe Mansfeld, BIOTEC TU Dresden) und Laura Celotto (Arbeitsgruppe Brand, CRTD TU Dresden). Der Preis in Höhe von 2.000 Euro wird an die herausragenden Doktoranden nach Abschluss des ersten Jahres ihrer Doktorarbeit vergeben. Julia beantwortetet ein paar Fragen, damit wir sie und ihre Forschung besser kennenlernen können.

Woran arbeitest du, Julia?
Ich erforsche, wie Zellteilung und Redox-Balance miteinander verbunden sind. Die Redox-Balance einer Zelle wird durch die Produktion und Entfernung von reaktiven Sauerstoffspezies bestimmt. In einer sich teilenden Zelle verändert sich die intrazelluläre Redox-Balance kontinuierlich, was wiederum den Verlauf des Zellzyklus beeinflusst. Obwohl die Verbindung zwischen Redox-Balance und Zellteilung nicht verstanden ist, scheint es, dass Krebszellen genau diese Verbindung nutzen um sich unkontrolliert zu teilen. In meiner Doktorarbeit suche ich nach Komponenten der Zellzyklusmaschinerie, die von der zellulären Redox-Balance beeinflusst werden. Anhand der Identifizierung solcher Verbindungen, möchte ich den Zusammenhang zwischen Zellzyklus und Redox-Balance verstehen, der wahrscheinlich von Krebszellen manipuliert wird.

Wolltest du schon immer Wissenschaftlerin werden?
Ich wollte eigentlich Ärztin werden, aber als die Zeit gekommen war, habe ich (un)glücklicherweise den Aufnahmetest für die medizinische Fakultät nicht bestanden. Ich war sehr traurig und habe mich entschieden, den Test in einem Jahr zu wiederholen. In der Zwischenzeit habe ich mich für ein Biologiestudium eingeschrieben. Es stellte sich jedoch heraus, dass mir die Biologie sehr viel Spaß machte, und es faszinierte mich, wie komplex und präzise reguliert biologische Systeme sein müssen, damit sie richtig funktionieren. Am Ende der Studienjahres habe ich mich entschieden, die Prüfung nicht noch einmal zu schreiben, und ich habe nie zurückgeschaut.

Was motiviert dich?
In der Wissenschaft stellen Menschen ständig Fragen, die zu Entdeckungen führen. Diese Entdeckungen führen wiederum zu neuen Fragen. Was mich am meisten antreibt, ist das Wissen, dass ich in mein Projekt vielleicht etwas Neues entdecke, was sich als Ausgangspunkt für zukünftige Studien erweisen könnte. Ich fühle mich als Teil einer großen wissenschaftlichen Gemeinschaft, in der Menschen ihr Wissen teilen und jeder dazu beiträgt, die Wissenschaft voranzutreiben.

 
Julia Vorhauser (Arbeitsgruppe Mansfeld, die Biotechnologische Zentrum der TU Dresden)
© Magdalena Gonciarz


Wie teilen sich Tumorzellen im Gedränge?


02/09/2020

Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Elisabeth Fischer-Friedrich, Gruppenleiterin am Exzellenzcluster Physik des Lebens (PoL) und am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC), untersuchten, wie sich Krebszellen in einem dicht gedrängten Tumorgewebe teilen können. Dabei prüften sie insbesondere wie sich die sogenannte Epithelial-mesenchymale Transition (EMT), ein Vorläuferprozess bei der Metastasenbildung, auswirkt.

Die meisten tierischen Zellen nehmen ein kugelige Form an, um sich teilen zu können. Um diese runde Form zu erreichen, müssen die Zellen sich aufrunden und dabei die umliegenden Zellen verformen. In einem wachsenden Tumorgewebe findet dieser Prozess in einer Umgebung statt, die viel dichter gedrängt ist als das gesunde Gewebe. Das bedeutet, dass sich teilende Tumorzellen vermutlich höhere mechanische Kräfte erzeugen müssen, um sich in einer so dicht gepackten Umgebung zu verformen. Tumorzellen scheinen jedoch auf solche Schwierigkeiten in spezieller Weise vorbereitet zu sein. Die Wissenschaftler fragten sich, wie genau die Tumorzellen diese verbesserte Fähigkeit zur Aufrundung erhalten.

Sie fanden heraus, dass eine Antwort darauf die sogenannte Epithelial-mesenchymale Transition – kurz EMT – sein könnte. "EMT ist ein Kennzeichen der Tumorentwicklung", sagt Kamran Hosseini, Doktorand in der Fischer-Friedrich-Gruppe, der die Experimente durchgeführt hat. Bei der EMT handelt es sich um eine Zelltransformation, bei der epitheliale Tumorzellen ihre asymmetrische Organisation verlieren und sich von ihren Nachbarn ablösen. Damit erhalten sie die Fähigkeit in andere Gewebe einzuwandern. Zusammen mit anderen Faktoren erlaubt dies dem Tumor zu metastasieren, das heißt in die Blut- und Lymphgefäße zu wandern und schließlich andere Organe zu besiedeln.

"Bislang wurde die EMT hauptsächlich mit dieser sogenannten verstärkten Zelldissoziation und Zellmigration in Verbindung gebracht. Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass die EMT Krebszellen auch beeinflussen könnte, indem sie eine erfolgreiche Aufrundung und Zellteilung fördert. Diese Ergebnisse zeigen also eine ganz neue Richtung, wie EMT die Metastasierung von Tumoren im Körper beeinflussen könnte", erklärt Kamran Hosseini.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung.


Studieren in der Zeit der Pandemie


21/08/2020

Am 13. März, kurz vor Beginn des neuen Semesters, wurden die Gebäude des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) aufgrund eines COVID-19-Falles geschlossen. Die TU Dresden aktivierte kurz danach, am 21. März, ihren Notfallbetrieb. Trotzdem wurde der Unterricht am CMCB fortgeführt. 

"Niemand wusste zunächst, wie das Sommersemester ablaufen wird. Wird es abgesagt? Können wir nach Hause fahren? Wie können wir die Lebenshaltungskosten decken, wenn das Studium verlängert wird", sagt Catherine Cortés, die studentische Koordinatorin für Qualitätssicherung (QS) für den Masterstudiengang Regenerative Biology and Medicine.

Nachdem die TU Dresden grünes Licht für die Fernlehre gegeben hatte, mussten sich die Studierenden und Lehrkräfte an die neue Realität anpassen - eine mit virtuellen Vorlesungen, Voice-over-Präsentationen und Online-Konsultationen. "Die ersten Wochen vergingen damit, dass wir uns mit der Videokonferenz-Technik vertraut machten und uns an einen Zeitplan für das Studieren zu Hause gewöhnten. Aber am Ende muss ich sagen, dass es eine erstaunliche E-Learning-Erfahrung war", sagt Archana Sivaraman, die studentische Koordinatorin für QS für den Masterstudiengang Molecular Bioengineering.

Das bedeutet nicht, dass es keine Herausforderungen gab, ganz im Gegenteil! Viele Studenten entschieden sich, nach Hause zurückzufahren. Einige sind nach Hamburg oder Rostock zurückgezogen, andere an noch weiter entfernte Orte wie Indien oder Russland. Das hieß, die Lehre über viele Zeitzonen zu koordinieren.

"Die Vorlesungen haben eigentlich ziemlich gut geklappt. Die Tutorials waren allerdings eine Herausforderung. Es war ziemlich schwierig, sie so interaktiv zu gestalten, wie sie normalerweise vor Ort sind. Bei den Laborkursen konzentrierten wir uns hauptsächlich auf die Datenanalyse. Das war besonders anspruchsvoll, da wir die Daten vorher nicht während der eigentlichen Laborarbeit gesammelt hatten", erklärt Ieva Austeja Jakaityte, die studentische Koordinatorin für QS für den Masterstudiengang Nanobiophysics.

Laborarbeit - die größte Herausforderung von allen? Die drei Masterstudiengänge sind mit praktischer Laborarbeit gefüllt. Hinzu kommt, dass die Studierenden des Studiengangs Regenerative Biology and Medicine jedes Semester ein Laborpraktikum absolvieren. Obwohl die Institute nach acht Wochen wieder geöffnet wurden, gab es immer noch Einschränkungen für das Arbeiten im Labor. Einige Studenten entschieden sich, die Laborpraktika in ihren Heimatländern durchzuführen. Andere begannen später als üblich und beschlossen, den Sommer über weiterzuarbeiten.

"Dies war tatsächlich ein ganz besonderes Semester mit einigen Herausforderungen für die Studierenden und Dozenten", sagte Prof. Dr. Marius Ader, Studiendekan des CMCB. "Mit der großartigen Unterstützung des CMCB Lehre Teams ist es uns gelungen, die Vorlesungen und Laborrotationen für die Studierenden zu sichern, wobei alle ein hohes Maß an Flexibilität und Verständnis zeigten!“

Das erste Online-Semester geht zu Ende. Die Studierenden werden ihre verbleibenden Prüfungen bis Ende September schreiben. Das Lehrteam des CMCB bereitet sich schon jetzt auf das Wintersemester vor. Es wird voraussichtlich ein Hybrid-Semester sein, mit einer Mischung aus Online- und regulärem Unterricht und - natürlich - einer Reihe neuer Herausforderungen, die es zu überwinden gibt.


© Magdalena Gonciarz


Dr. Elisabeth Fischer-Friedrich gewinnt den 2020 DIPP Outstanding Mentor Preis


14/08/2020

Wir freuen uns, dass der diesjährige Preis für einen herausragenden Mentor, der vom Dresden International PhD Program (DIPP) vergeben wird, an Dr. Elisabeth Fischer-Friedrich geht.

Kamran Hosseini ist Doktorand und arbeitet seit dem 2017 mit Elisabeth Fischer-Friedrich zusammen. Er hat sie für den Preis nominiert. "Elisabeth ist eine ideale Mentorin, weil sie eine sehr gute Balance bietet. Einerseits fördert sie meine Eigeninitiative, während sie sich gleichzeitig für Hilfe und Beratung zur Verfügung stellt, wann immer es wirklich nötig ist. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist ihr Führungsstil. Sie kann die Fähigkeiten der Labormitglieder perfekt einschätzen, uns alle zusammenbringen und unser Fachwissen effektiv kombinieren, um das Projekt zum Erfolg zu führen. Ich bin wirklich glücklich, Teil ihrer Gruppe zu sein", sagt Kamran.


Dr. Elisabeth Fischer-Friedrich ©CRTD

Der Outstanding Mentor Preis wurde vom DIPP Studenten eingeführt, um die Forschungsgruppenleiter zu ehren, die sich durch außergewöhnliche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Studenten auszeichnen. DIPP Doktoranden, die ihre Gruppenleiter nominieren, müssen 20 detaillierte Fragen zu ihrem Gruppenleiter beantworten. Die Fragen betreffen verschiedene Themen wie Karriereentwicklung, Personalmanagement, Projektbetreuung und Teambildung. Die Antworten werden dann von einem Preiskomitee ausgewertet, das sich aus Studentenvertretern des DIPP zusammensetzt und die endgültige Auswahl trifft. Der Preis für einen herausragenden Mentor wird in Form einer 3D-gedruckten Trophäe vergeben.

Das Dresden International PhD Program (DIPP) vereint zwei leistungsstarke Partner, die sich einer erstklassigen Doktorandenausbildung an der Grenze der Wissenschaft verschrieben haben - die International Max Planck Research School for Cell, Developmental and Systems Biology (IMPRS-CellDevoSys), die 2001 von der Max-Planck-Gesellschaft eingerichtet wurde, und die Dresden International Graduate School for Biomedicine and Bioengineering (DIGS-BB), die der TU Dresden 2006 in der Exzellenzinitiative vergeben wurde.


Mit dem gegenläufigen Strom schwimmen!


04/08/2020

Gegenläufige Bewegungen positionieren Zellen während der Zellteilung

Jeder lebende Organismus wächst aus einer einzigen Zelle heran. Während der Entwicklung durchläuft der einzellige Embryo zahlreiche Zellteilungen, um einen voll funktionsfähigen Organismus zu erzeugen. Der Embryo muss die sich neu teilenden Zellen richtig positionieren, um sicherzustellen, dass sie mit den richtigen Nachbarzellen in Kontakt kommen und die richtigen Signale empfangen. Nur dann können sie sich ordnungsgemäß weiterentwickeln und differenzieren.

Der Zellkortex – eine Schicht aus Aktinfasern und Myosin-Motorproteinen direkt unter der Zellmembran – eine wichtige Rolle bei der Positionierung von Zellen spielt. Das Zusammenspiel von Aktin und Myosin erzeugt Kräfte, ähnlich wie beim Tauziehen, die Ströme im Zellkortex hervorrufen. Diese Ströme können wiederum Zellen neu positionieren, wenn sie sich teilen, um zwei Tochterzellen zu bilden. Bisher war jedoch nicht klar, wie gewöhnliche Zellen durch diese rotierenden Ströme neu positioniert werden.

Forschende aus der Gruppe von Stephan Grill, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden und Gruppenleiter am Zentrum für Systembiologie Dresden, am Exzellenzcluster „Physik des Lebens“ an der TU Dresden, sowie dem Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden, haben nun herausgefunden, dass gegenläufige Ströme im Kortex des Fadenwurms C. elegans die Bewegung bestimmter, aber nicht aller Zellen während der Zellteilung vorantreiben. In ihrer kürzlich in eLife veröffentlichten Studie zeigen die Wissenschaftler, dass gegenläufige Ströme nur in Zellen beobachtet werden, die sich symmetrisch teilen.

Wie können nun gegenläufig rotierende Ströme m Zellkortex Zellen neu positionieren? Lokesh Pimpale, Doktorand im Grill-Labor und Erstautor der Studie, erklärt: „Die gegenläufigen Ströme des Zellkortex drehen eine Zelle ähnlich wie sich ein Bulldozer auf der Stelle dreht, indem sich beide Ketten in entgegengesetzter Richtung drehen. Wir haben herausgefunden, dass gegenläufige Ströme zelllinien-spezifisch auftreten, das heißt, dass nur Zellen der AB-Linie des Fadenwurms gegenläufige Ströme und eine Zellschrägstellung aufweisen.“

Durch die Nachverfolgung der Zellpositionen konnten die Forschenden zeigen, dass gegenläufige Ströme die Bewegung symmetrischer Zellen in allen Phasen der Zellteilung antreiben und immer zu einer schiefen Zellanordnung führen. Stephan Grill, der die Studie leitete, fügt hinzu: „Das Actomyosin-Netzwerk erzeugt die Kräfte, welche die Entwicklung vorantreiben, und es kann rotierende Bewegungen von Zellen erzeugen. Wir konnten zeigen, dass diese Rotationsbewegungen und die daraus resultierenden Zellschiefstände viel häufiger auftreten als vielleicht angenommen und sie genau kontrolliert werden. Diese Arbeit ist deshalb so spannend, weil sie zeigt, dass komplizierte physikalische Kräfte wie Drehmomente, die durch gegenläufige Ströme erzeugt werden, im Spiel sind, wenn sich ein Organismus formt.“

 Links: Schematische Darstellung einer sich symmetrisch teilenden (AB - Lineage) Zelle (Draufsicht), die während der Zellteilung eine Neupositionierung durchläuft, Copyright: Lokesh Pimpale et al.; rechts: Schematische Darstellung eines rotierenden Bulldozers (Seitenansicht), Copyright: Quelle: openclipart.org von danjiro. Durchgehende Pfeile geben die Richtung von gegenläufigen Strömungen (linkes Bild) und gegenläufigen Ketten (rechtes Bild) an, und der gestrichelte Pfeil stellt die Bewegungsrichtung dar.

 

Publikation:

Lokesh G Pimpale, Teije C Middelkoop, Alexander Mietke, Stephan W Grill: „Cell lineage-dependent chiral actomyosin flows drive cellular rearrangements in early C. elegans development“, eLife, 9 July, 2020, doi: 10.7554/eLife.54930


Auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen: TU Dresdens BIOTEC und Ausgründung PharmAI analysieren Millionen Wirkstoffe, die Covid-19 heilen könnten


16/07/2020

Das Ziel: Auf schnellstem Wege neue Wirkstoffkombinationen für die Covid-19-Therapie identifizieren, klinische Tests durchführen und mit den Patienten den Kampf gegen das Virus gewinnen.

Die Methode: Ein großangelegter Forschungswettbewerb, der Milliarden von Molekülen untersucht und diejenigen herausfiltert, die den SARS-CoV-2-Erreger blockieren und dank ihrer Zulassung sehr schnell therapeutisch eingesetzt werden können. 

An einem solchen Wettbewerb – der sogenannten JEDI Grand Challenge – nimmt das Biotechnologische Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden mit seiner Bioinformatik-Gruppe zusammen mit der Ausgründung PharmAI GmbH teil. Bis morgen können Vorschläge für Wirkstoffe eingereicht werden, die das Potenzial haben, die Aktivität und Vermehrung des Virus zu stoppen. Das Dresdner Team rund um Prof. Michael Schroeder (BIOTEC) und Dr. Joachim Haupt (PharmAI) hat mit selbst entwickelten Screening-Algorithmen mehrere Wirkstoff-Datenbanken, die fünf Millionen Substanzen enthalten, nach Kandidaten gegen Covid-19 durchsucht und drei erfolgsversprechende Proteintargets bei The Joint European Disruptive Initiative (JEDI) eingereicht.

Further information in the press release.


Dr. Anna Poetsch ist neue Forschungsgruppenleiterin am BIOTEC


01/07/2020

Das BIOTEC begrüßt Dr. Anna Poetsch als neue Forschungsgruppenleiterin am Institut. Ihre Arbeitsgruppe „Biomedical Genomics“ wird sich auf die Entstehung von Mutationen im Krebs konzentrieren. Dr. Anna Poetsch wird durch das BIOTEC, das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) und das Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Dresden gefördert. Die Poetsch-Gruppe besteht derzeit aus zwei Personen und rekrutiert derzeit für mehrere Positionen.

Dr. Anna Poetsch hat in den vergangenen zwei Jahren am St. Anna Childhood Cancer Research Institute in Wien geforscht und konzentrierte sich auf die Entstehung von Mutationen im Krebs bei Kindern. Nach ihrer Promotion am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg war sie zwischen 2013 und 2018 am Francis Crick Institute / University College London und dem Okinawa Institute of Science and Technology als Research Fellow tätig. Dort beschäftigte sie sich mit Computational Biology, insbesondere der Genomik von DNA-Schäden und -Reparatur. Ihren Master-Abschluss erhielt sie an der Universität Konstanz sowie am Japanese National Cancer Center Research Institute in Tokio. 

„Bis heute sind die Mechanismen, die zu Schäden und Mutationen der menschlichen DNA führen, nur unzureichend erforscht. Diese Informationen sollten jedoch Grundlage einer individuellen Krebstherapie sein. Mit Hilfe neuester Sequenzier-Techniken können wir nun den Weg für eine personalisierte Krebstherapie ebnen und die Nebenwirkungen der Behandlung auf gesunde Zellen des Patienten verringern“, erklärt Dr. Anna Poetsch. Ihre Forschungsgruppe setzt computergestützte Verfahren und Ansätze des maschinellen Lernens ein, um DNA-Schäden und Reparaturprozesse zu analysieren und für klinische Anwendungen zu modellieren.  „Wir werden daran arbeiten, verschiedene Krebsarten und unterschiedliche Behandlungsschemata gewebespezifisch zu verstehen. Ich freue mich sehr auf die anstehenden Projekte und die Kooperationen im Dresdner Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten im Kampf gegen Krebs.“

Weitere Informationen:  http://www.biotec.tu-dresden.de/research/poetsch.html


Große Proteine - große Unterschiede


18/06/2020

BIOTEC-Studie erforscht die Rolle der größten Proteine im Kern - MLL3 und MLL4

Im Rahmen internationaler Gen-Sequenzierungsprojekte für Krebsleiden wurde festgestellt, dass die Schwestergene MLL3 und MLL4 in fast jeder Krebsart häufig mutiert sind. Trotz ihrer Bedeutung bei der Entstehung bösartiger Erkrankungen wurde die Rolle von MLL3 und MLL4 in der Entwicklung von Säugetieren bisher nicht untersucht. Beide Gene gehen auf eine Genduplikation in der Vergangenheit zurück und sind auch eng verwandt mit dem wichtigen Leukämie-Gen MLL1 und seiner Schwester MLL2. Die von MLL3 und MLL4 kodierten Proteine sind epigenetische Regulatoren und verantwortlich für die Aktivierung von Genen. Es handelt sich um die größten Proteine, die im Zellkern von Säugetieren vorkommen.

Das Team um Dr. Andrea Kranz und Prof. Francis Stewart hat festgestellt, dass beide Proteine sehr spezifische und unterschiedliche Rollen spielen und diese Erkenntnisse im Wissenschaftsmagazin Development veröffentlicht. MLL3 wird offenbar erst am Ende der fötalen Entwicklung für die Ausreifung der Lunge benötigt. Fehlt MLL3 bleibt das Lungenepithel unterentwickelt und die neugeborene Maus kann nicht mit Sauerstoff versorgt werden. Dagegen ist MLL4 bereits im sehr frühen Embryonalstadium für die Ausbildung der embryonalen Längsachse verantwortlich. MLL4 verursacht die Verformung einer Zellschicht, die als das Vordere Viszerale Endoderm bezeichnet wird, und leitet somit eine gerichtete Wanderungsbewegung dieser Zellen ein, die schließlich ihren Bestimmungsort am prospektiven Kopfende erreichen.

„Dies sind unerwartete Erkenntnisse,“ erklärt Dr. Andrea Kranz. „Die außerordentliche Häufigkeit von MLL3 und MLL4 Mutationen impliziert, dass beide Gene eine entscheidende Rolle in den meisten Zelltypen spielen. Allerdings haben unsere Analysen ergeben, dass MLL3 und MLL4 spezifische aber unterschiedliche Funktionen in unterschiedlichen Zelltypen ausführen. Diese Erkenntnisse zusammen mit unserem Wissen über ebenfalls zellspezifische Funktionen von MLL1 und MLL2 erfordern eine Neubewertung dieser wichtigen epigenetischen Regulatoren im Zusammenhang mit der Krebsentstehung."

Die Studie vervollständigt die Analyse einer Serie von Mausmodellen, die gemeinsam von den Arbeitsgruppen Stewart und Anastassiadis generiert worden sind, um epigenetische Regulatoren in der Entwicklung der Maus zu erforschen. Die Untersuchungen fanden am BIOTEC der TU Dresden, Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB), in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden und dem DRESDEN-concept Genome Center statt. Die Arbeiten wurden durch Mittel der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Deutschen Krebshilfe und des Stipendienprogramms zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen der TU Dresden finanziert.

Veröffentlichung:

Development: MLL4 is required after implantation whereas MLL3 becomes essential during late gestation“, Autoren: Deepthi Ashokkumar, Qinyu Zhang, Christian Much, Anita S. Bledau, Ronald Naumann, Dimitra Alexopoulou, Andreas Dahl, Neha Goveas, Jun Fu, Konstantinos Anastassiadis, A. Francis Stewart, Andrea Kranz

Gesunde (links) und defekte (rechts) Embryonen am Tag 6.5 der Embryonalentwicklung. Man beachte die Unterschiede im Epithel. Der Bildausschnitt markiert mit dem weißen Rechteck wird rechts vergrößert wiedergegeben. © BIOTEC


Was kann die Schifffahrt von der Hirnforschung lernen?


10/06/2020

Wissenschaftler-Team aus China und Deutschland beschreibt, wie sich die Organisation globaler Seeverkehrsnetze auf die Wirtschaft auswirkt und nutzt dabei Methoden der Brain-Network-Analyse

Dr. Carlo Vittorio Cannistraci vom Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden erforscht am Labor für Biomedizinische Kybernetik die Prinzipien, nach denen sich Netzwerke in biologischen Systemen wie dem Gehirn organisieren. In einer interdisziplinären Studie ging er zusammen mit Wirtschaftswissenschaftlern aus China der Frage nach, ob die mathematischen Modelle, die das Zusammenspiel der Gehirnzellen erklären, auch die globalen Seeverkehrsnetze und bestimmte Einflüsse auf die Weltwirtschaft beschreiben können. Die Studie wurde nun im Wissenschaftsmagazin Nature Communications veröffentlicht.

Rund 80 Prozent des Welthandels werden über den Seeweg abgewickelt. Daher ist das Netzwerk von Schifffahrtsverbindungen von grundlegender Bedeutung für die Weltwirtschaft und das Funktionieren der Gesellschaft. Um neue internationale Schifffahrtswege besser nutzen zu können, müssen die bestehenden Routen und Netzwerke analysiert werden: Nach welchen Prinzipien haben sich diese Netzwerke organisiert? Welche Mechanismen bestimmen das komplexe Zusammenspiel von Routen-Netz und internationalem Handel? Der Vergleich mit einem anderen komplexen System lohnt – dem Gehirn. Ähnlich dem Seeverkehrsnetz, ist auch hier die Befahrbarkeit der Netzwerkstruktur entscheidend, müssen effiziente Abläufe organisiert werden, damit das Gehirn leistungsfähig sein kann. Der Anstoß für diese vergleichende interdisziplinäre Forschung kam durch den Austausch während einer internationalen Konferenz der Netzwerkwissenschaftler. Es folgte eine dreijährige Bearbeitung des Themas in Dalian (China) und Dresden.

Further information in the press release.


Wer misst die Temperatur in unseren Zellen? - Zellen der Backhefe geben Aufschluss darüber, wie Organismen mit globaler Erwärmung und anderen veränderten Umweltfaktoren fertig werden könnten


11/05/2020

Unsere Umweltbedingungen schwanken stark. In Deutschland zum Beispiel können sich die Temperaturen von eisigen minus 20 Grad Celsius im Winter auf heiße 40 Grad Celsius im Sommer verändern. Organismen, die nicht in der Lage sind, sich an solche Temperaturschwankungen anzupassen, werden nicht überleben und somit ihre genetische Information nicht an die nächste Generation weitergeben. In einer Welt, in der wir aufgrund der globalen Erwärmung mit stetig steigenden Durchschnittstemperaturen konfrontiert sind, müssen wir uns fragen: Wie reagieren Organismen auf veränderte Temperaturen? Welche molekularen Mechanismen nutzen sie dabei?

Aus jahrzehntelanger Forschungsarbeit ist bekannt, dass verschiedene Organismen sehr ähnlich auf Temperaturveränderungen reagieren. Sind sie Hitze ausgesetzt, hören ihre Zellen auf zu wachsen, und sie stellen die Produktion von Eiweißen ein, die für Wachstum und Fortpflanzung notwendig sind. Stattdessen starten sie mit der Produktion von Eiweißen, die die Zellen vor hitzebedingten Schäden schützen. Sprich: Die Zellfabrik stellt ihre Eiweißproduktion um. Unbekannt ist jedoch, wie Zellen den Hitzestress erkennen und welche Mechanismen die Produktionsumstellung anstoßen.

Backhefe als Modellorganismus

Diesen Grundsatzfragen gingen Wissenschaftler des Biotechnologischen Zentrums (BIOTEC) der TU Dresden und des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) gemeinsam mit Partnern in Heidelberg und Toronto, Kanada, nach. Sie nutzten dabei einen beliebten Modellorganismus der Zellforschung – den Hefepilz, wie er vom Brotbacken oder Bierbrauen bekannt ist. Dieser Einzeller gibt Einblick in die grundlegenden Prozesse des Lebens, denn er ist nahezu gleich ausgestattet wie Zellen von Mensch und Tier. Wenn die Wissenschaftler die molekularen Prozesse innerhalb der Hefezelle verstehen, können sie auch die Entstehung von Krankheiten in komplexen Organismen wie dem Menschen besser ergründen.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung.


Dr. Anna Taubenberger ist neue Forschungsgruppenleiterin am BIOTEC


30/04/2020

Die Ingenieurin mit weitreichendem bio-medizinischen Hintergrund beschäftigt sich mit der Mechanik von Krebszellen

Das BIOTEC begrüßt Dr. Anna Taubenberger als neue Forschungsgruppenleiterin am Institut. Ihre Arbeitsgruppe „Oncomechanics“wird sich auf die mechanischen Eigenschaften von Krebszellen und das sie umgebende Gewebe konzentrieren. Dr. Anna Taubenberger wird durch das BIOTEC und das Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Dresden gefördert, das es onkologisch forschenden Wissenschaftlerinnen und Ärztinnen ermöglicht, eine eigene Arbeitsgruppe für klinisch relevante Themen aufzubauen. Ihre Gruppe wird am BIOTEC beheimatet sein und steht dabei im engen Kontakt mit Arbeitsgruppen am Max Bergmann Zentrum für Biomaterialien und dem Universitätsklinikum Dresden, um eine klinisch relevante Grundlagenforschung zu ermöglichen.

Dr. Anna Taubenberger ist mit dem BIOTEC und der TU Dresden bestens vertraut: Seit 2013 war sie hier als PostDoc in der biophysikalischen Forschungsgruppe von Prof. Jochen Guck tätig und beschäftigte sich mit Zellmechanik unter anderem von Krebszellen. Zuvor hatte sie drei Jahre an der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien, auf dem Gebiet Tissue Engineering als Postdoc Tumormodelle für die Knochenkolonisierung von Brustkrebszellen entwickelt. Als diplomierte Bioverfahrenstechnikerin promovierte sie 2009 an der Fakultät für Maschinenwesen der TU Dresden darüber, wie adhäsive Interaktionen zwischen einzelnen Zellen und ihrer Umgebung gemessen werden können.

„Ich werde mit meiner Gruppe untersuchen, wie sich die mechanischen Eigenschaften der Tumorzellumgebung sowie der Krebszellen selbst auf das Tumorwachstum, die Invasion von Krebszellen sowie das Metastasierungsverhalten von Brustkrebszellen auswirken. Neben der mechanischen Charakterisierung von Tumorgewebe verwenden wir physiologisch relevante 3D Zellkulturmodelle, anhand derer der Einfluss einer veränderten mechanischen Umgebung auf Zellen systematisch studiert werden kann. Zudem können anhand solcher Modelle therapeutische Wirkstoffe in einer im Vergleich zu herkömmlichen Zellkulturen realistischeren Umgebung getestet werden. Ich freue mich sehr, vom BIOTEC aus – von wo wir auf die großartige Technologieplattform-Infrastruktur des CMCB zugreifen können – und durch die Zusammenarbeit mit den Ärzten und Wissenschaftlern des Universitätsklinikums zu neuen therapeutischen Ansätzen im Kampf gegen Krebs beizutragen“, sagt  Dr. Anna Taubenberger.

Weitere Informationen:
https://tu-dresden.de/med/mf/msnz/kollegiaten/anna-taubenberger

 

https://tu-dresden.de/med/mf/msnz/kollegiaten/anna-taubenberger


Was tun unsere Zellen unter Stress? - Molekularbiologen rekonstruieren komplexe Zellstruktur, die bei neurodegenerativen Erkrankungen wie ALS eine Rolle spielt


21/04/2020

Auch Zellen können gestresst sein. Und dieser Stress – ausgelöst z.B. durch Gifte oder hohe Temperaturen – ist für sie oft lebensbedrohlich. Zum Glück sind unsere Zellen Meister der Stressbewältigung mit einer ganz eigenen Strategie: Sie hören auf zu wachsen, produzieren schützende Moleküle und formen mikroskopisch kleine Abwehreinheiten, sogenannte Stress-Granuli. Wie sich diese rätselhaften Einheiten bilden und auflösen, was sie tun und warum sie Nervenzellen auch krankhaft verändern können, haben Wissenschaftler des Biotechnologischen Zentrums (BIOTEC) der TU Dresden und des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) mit Partnern in Heidelberg und St. Louis (USA) untersucht. Ihre Ergebnisse wurden im renommierten Wissenschaftsjournal Cell veröffentlicht. Mehr...


Unterstützung im Kampf gegen das Coronavirus - Dresdner Forschungsinstitute helfen Krankenhäusern mit Material, Expertise und Gerät


03/04/2020

35.000 Paar Einweg-Handschuhe, 200 Atemschutzmasken, 100 einfache Mundschutzmasken, 60 Schutzbrillen sowie verschiedene Schutzanzüge – diese Spende konnten die Wissenschaftler:innen des TU Dresden Johannstadt Campus diese Woche als Soforthilfe für Dresdner Krankenhäuser übergeben. An der Spendenaktion beteiligten sich neben dem Paul-Langerhans-Institut und dem Buchholz-Lab der Medizinischen Fakultät auch das Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB), zu dem die Forschungsinstitute B CUBE, BIOTEC und CRTD gehören. Organisiert wurde die Soforthilfe von den Netzwerken DRESDEN-concept und Biosaxony.

Darüber hinaus unterstützen die Wissenschaftler:innen das Universitätsklinikum auch direkt: So wurde ein qPCR-Gerät, auf dem auch Virustests durchgeführt werden können, zur Verfügung gestellt. Dieses verstärkt zusammen mit zwei Expert:innen des CMCB seit Tagen die Infektions-Fachambulanz am Klinikum.


Girls‘ Day mal anders - In 2020 nicht live und vor Ort, sondern als Kurz-Interview mit einer Wissenschaftlerin


27/03/2020

Als Teil der TU Dresden laden wir naturwissenschaftlich interessierte Mädchen seit Jahren zum Girls´ Day ein, stellen ihnen typische Berufe des Wissenschaftsbetriebs wie Labortechnikerin, Postdoc und Forschungsgruppenleiterin vor, experimentieren mit ihnen im Labor und beantworten ihre Fragen zu den Studienmöglichkeiten am Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) der TU Dresden mit den Masterstudiengängen Molecular Bioengineering, Nanobiophysics and Regenerative Biology and Medicine.

Auch für März 2020 hatten wir ein vielseitiges Programm vorgesehen und uns auf den Besuch der Schülerinnen gefreut. Doch wie alle anderen Veranstaltungen musste auch der Girls´ Day wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Da bleibt uns in diesem Jahr nur der virtuelle Weg, um eine unserer Wissenschaftlerinnen vorzustellen, die die Mädchen sonst live erlebt hätten:

Dr. Elisabeth Fischer-Friedrich, Forschungsgruppenleiterin am Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) und dem Exzellenzcluster Physics of Life (PoL) der TU Dresden

Elisabeth, Du wolltest uns zum Girls‘ Day das Zellskelett vorstellen. Was ist das?

Das Zellskelett ist ein Polymernetzwerk, dass vor allem in tierischen Zellen, also z.B. unseren Körperzellen, eine Stützfunktion ausübt, ähnlich wie das Knochengerüst in unserem Körper nur eben innerhalb einer einzelnen Zelle, d.h. auf einer viel kleineren Skala. Zellskelettpolymere sind kettenförmige Moleküle, die sich durch Zusammenlagerung von speziellen Zellskeletteiweißen bilden. Das Zellskelett ist maßgeblich an der Formgebung der Zelle beteiligt und kann, ähnlich wie ein Muskel, selbst Kräfte erzeugen, die die Zelle in eine bestimmte Form bringen. Das ist häufig wichtig um die korrekte Funktion einer Zelle zu ermöglichen. Außerdem dienen die Polymerstränge des Zellskeletts noch als eine Art zellinternes Autobahnsystem – spezialisierte Moleküle laufen entlang dieser Zellskelettautobahnen und transportieren andere Moleküle von A nach B.

Wie bist Du auf diesen Forschungsgegenstand gestoßen?

Ich bin Physikerin mit viel Interesse an Biologie und habe während meiner Doktorarbeit begonnen, mich mit biologischen Systemen zu beschäftigen. Krafterzeugung und mechanische Eigenschaften sind für Physiker natürlich besonders spannende Themen. Daher arbeite ich seit meinem Postdoc auf dem Gebiet der Zellmechanik. In diesem Forschungsgebiet wird untersucht, welche Materialeigenschaften Zellen haben. Von besonderem Interesse ist, welches Formgedächtnis Zellen und Gewebe haben und wie Kräfte in ihnen erzeugt werden. Diese Materialeigenschaften sind in der Biologie besonders relevant wenn biologische Prozesse kontrollierte Zellformveränderungen einschließen, wie z.B. während der Formentwicklung von Embryonen oder schlichtweg während der Zellteilung. Konkret untersuchen wir z.B. ob Zellskelettstrukturen sich eher wie eine Flüssigkeit oder wie ein Festkörper verhalten und auch wie der molekulare Aufbau diese Eigenschaften beeinflusst.

Du hast Physik studiert und in diesem Fach auch promoviert – was hat Dich dazu motiviert, und hat Dich der geringe Frauenanteil in diesem Fach irgendwie beeinflusst?

Ich liebe es, Rätsel zu lösen und Dingen auf den Grund zu gehen. Daher war für mich schnell klar, dass ich eine Naturwissenschaft studieren möchte. An der Physik haben mich zusätzlich der mathematische Anteil und die intellektuelle Herausforderung gereizt. Zunächst hatte ich die Vorstellung, in die Astronomie oder Kosmologie zu gehen. Während meiner Studienzeit habe ich dann das relativ junge Fachgebiet der Biophysik kennengelernt und mich dahin umorientiert.

Natürlich fällt man als weiblich Physikstudentin auf, einfach weil es relativ wenige davon gibt. Und das hat bei mir doch so manches Mal den Eindruck erzeugt, dass ich mich den Kommilitonen gegenüber besonders beweisen sollte. Aber von den Lehrenden wurden mir im Studium keinerlei Steine in den Weg gelegt.

Mittlerweile bist Du seit elf Jahren in der Wissenschaft tätig – was reizt Dich am Forschen?

Man kann bei der Forschung eigene Ideen umsetzen und kreativ sein, und die Arbeit hat definitiv spielerische Aspekte. Wenn es gut läuft, fühlt sich Forschen an, als ob du am Ende eines spannenden Rätsels ein Überraschungsei öffnest. Besonders toll ist es, wenn der Inhalt des Überraschungseis von Kollegen begeistert aufgenommen wird und sich Anwendungen ergeben, z.B. im Bereich der Medizin.

Welche Deiner Erfahrungen hättest Du zum Girls‘ Day gern mit den Schülerinnen geteilt?

Zum einen möchte ich den Mädchen sagen, dass ich es nicht als Problem empfunden habe, als Frau in einem männerdominierten Studiengang zu studieren. Und dass ich mich schnell daran gewöhnt habe, vornehmlich mit Männern zu arbeiten.

Zum anderen möchte ich mitteilen, dass die wissenschaftliche Laufbahn ein steiniger Weg ist und sich nur für absolute Überzeugungstäterinnen eignet. Eine Forscherin braucht eine hohe Frustrationstoleranz und einen langen Atem. Außerdem muss man sich darauf einstellen, über Jahre hinweg auf befristeten Verträgen zu arbeiten mit einer ungewissen Zukunft, starkem Leistungsdruck und hoher Konkurrenz. Fast die einzigen langfristig ausgerichteten Stellen sind Professuren, und die sind rar gesät – und der Frauenanteil ist hier ebenfalls gering.

Hinzu kommt, dass die Erwartungen an eine wissenschaftliche Karriere in Deutschland sehr schwer mit Elternschaft und generell mit sozialen Bindungen an andere Menschen zu vereinbaren sind. Es wird ständige Bereitschaft zu Umzügen in andere Städte und Länder erwartet. Gerade dieser Aspekt führt meiner Meinung nach häufig dazu, dass Frauen irgendwann das Handtuch werfen und die Wissenschaft verlassen.

Mein Appell an die Mädchen ist: Zeigt der Welt, dass Frauen etwas drauf haben. Habt große Ambitionen in eurem Leben, auch wenn es eventuell nicht so sehr von eurem Umfeld an euch herangetragen wird. Ihr habt nur dieses eine Leben – nutzt es als Versuch, euch einen Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern – dort stehen schon viel zu viele männliche Namen drin.

Danke, Elisabeth, für diesen Einblick in Deine Laufbahn und Deinen virtuellen Rat von Frau zu Frau. Hoffen wir, dass der Erfahrungsaustausch zwischen Forscherinnen und Schülerinnen zum nächsten Girls‘ Day am 22. April 2021 wieder live und vor Ort möglich sein wird. Updates hält die Website des Girls` Day parat.


BIOTEC bleibt vorübergehend geschlossen - Information zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) an der TU Dresden


20/03/2020

Rektorat und Krisenstab der TU Dresden haben in Abstimmung mit der Landesregierung beschlossen, die TU Dresden bis auf Weiteres auf Notbetrieb umzustellen.


TU-Dresden Covid-19 Informationen

 


Zucker kann leuchten wie eine Seifenblase – CMCB-Technologieplattform unterstützt Mikroskopie-Kurse für Kinder im neu eingeweihten digitalen Klassenzimmer


05/02/2020

Am 5. Februar 2020 wurde eines der ersten digitalen Klassenzimmer für Mikroskopie in Sachsen eingeweiht. In Anwesenheit von Staatssekretärin Andrea Franke aus dem Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus sowie dem Prorektor für Bildung und Internationales der TU Dresden, Prof. Hans Georg Krauthäuser, nahmen Kinder modernste Mikroskope in Betrieb. Federführend bei diesem Projekt war das Team der Biopolis Dresden Imaging Platform, zu der auch die Lichtmikroskopie Core Facility der Technologieplattform des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) an der TU Dresden gehört.

"Wir wollen unsere Begeisterung für die Mikroskopie an Kinder weitergeben“, sagt Dr. Ruth Hans, Mitarbeiterin der Lichtmikroskopie Core Facility, die wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen mehrmals jährlich Mikroskopie-Kurse für Kinder auf ehrenamtlicher Basis gibt. „Wir wollen den Schülerinnen und Schülern etwas Spannendes bieten, sie zu Entdeckern machen und sie damit für die Wissenschaft gewinnen. Mit den Kindern beantworten wir Fragen wie ‚Warum kann Zucker leuchten wie eine Seifenblase?‘, ‚Wie sehen die Zellen im Mund aus, wenn man sie mit Tinte färbt?‘ oder ‚Wie groß ist eigentlich der Durchmesser eines Haares?‘. Es ist faszinierend zu sehen, wie sehr sich Kinder für die Experimente begeistern und wie viele Fragen sie nach dem Blick durch das Mikroskop haben.“

Seit 2017 unterrichtet das Team regelmäßig Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Bürgerwiese und zeigte ihnen z.B. den sonst verborgenen Mikrokosmos der Bärtierchen im Moos. Dieses Engagement überzeugte die Carl Zeiss AG, ein Klassenzimmer-Set mit 15 modernsten Mikroskopen zu spenden. Jedes Mikroskop verfügt über eine integrierte HD-Streaming-Kamera und kann mit Smartphones oder Tablets vernetzt werden. Damit erhalten künftig Kinder verschiedener Schulen Zugang zu leistungsfähiger Mikroskopie. Ziel ist es, das Klassenzimmer sowohl Förderschulen, Oberschulen als auch Gymnasien zu öffnen und das naturwissenschaftliche Wissen damit aktiv zu fördern. Denn bereits innerhalb weniger Stunden lassen sich hier physikalische, biologische und chemische Zusammenhänge demonstrieren und verstehen. Derzeit wird noch nach einer Finanzierungsmöglichkeit der erforderlichen personellen Unterstützung gesucht.

Hintergrund: Die Biopolis Dresden Imaging Plattform besteht derzeit aus elf Facilities, die zu fünf verschiedenen Dresdner Forschungseinrichtungen gehören. Diese bündeln ihre Expertise zum Nutzen der Dresdner Wissenschaftler. Mit ihren rund 100 Instrumenten, darunter mehr als 40 Großgeräte, deckt die Plattform ein breites Spektrum moderner Bildgebungstechnologien ab. Die Biopolis Dresden Imaging Plattform wurde seit 2012 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft etabliert. Das Projekt wurde von Prof. Michael Brand geleitet und wird heute über die Lichtmikroskopie Core Facility der CMCB-Technologieplattform an der TU Dresden koordiniert.

Dr. Ruth Hans von der CMCB-Lichtmikroskopie-Core-Facility führt Schüler in die Welt der Mikroskopie ein © CMCB


CMCB-Facility für Lichtmikroskopie erhält modernstes Mikroskopie-System


18/12/2019

Derzeit wird in der Lichtmikroskopie-Facility (LMF) der CMCB-Technologieplattform / TU Dresden ein neues Forschungsgroßgerät installiert. Das Laserscanning-Mikroskop der neuesten Generation war in der Ausschreibung "Neuartige, experimentelle Lichtmikroskope für die Forschung" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beantragt worden. Gruppen aus dem Zentrum für Regenerative Therapien (CRTD), dem Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC), dem Zentrum für Molekulares Bioengineering (B CUBE), der Fakultät Biologie und der Medizinischen Fakultät der TU Dresden sowie dem Paul-Langerhans-Institut Dresden hatten den Antrag mit wissenschaftlichen Projektbeschreibungen unterstützt. Von deutschlandweit 50 Anträgen fördert die DFG nur 13 Projekte, darunter das Großgerät am CMCB der TU Dresden. 

"Das neue Mikroskopie-System bietet modernste Techniken für Tiefengewebs- und Funktionsaufnahmen sowie Optogenetik. So ermöglicht es die schnelle Fluoreszenz-Lebenszeitmessung nach Ein- oder Zweiphotonenanregung. Diese Technologie erlaubt die Bestimmung intrazellulärer Stoffwechselprodukte sowie die Messung zahlreicher biophysikalischer Parameter in lebenden Zellen und Geweben“, erklärt Dr. Hella Hartmann, die als Leiterin der LMF den Antrag der TU Dresden federführend betreute. Prof. Dr. Stephan Grill war Co-Antragsteller.

Das Mikroskopie-System - ein Leica SP8 DIVE FALCON LIGHTNING-System - steht in der LMF allen Wissenschaftlern am Campus und darüber hinaus zur Verfügung. Die LMF ist Teil der CMCB Technologieplattform, die den TU-Forschern und externen Nutzern durch elf Core Facilities modernste wissenschaftliche Geräte und Serviceleistungen anbietet. Die gemeinsame Nutzung der Forschungsinfrastruktur und die Verfügbarkeit wissenschaftlicher Expertise durch die Facility-Mitarbeiter ermöglichen Synergieeffekte, fördern den Wissens- und Technologietransfer und dienen dem wirtschaftlichen Umgang mit Ressourcen ganz im Sinne der Forschungsallianz DRESDEN-concept. Die LMF ist Bestandteil der Biopolis Dresden Imaging Plattform (BioDIP), die ein Projekt des DRESDEN-concept ist.

Frank Schreiner von der Firma Leica und Dr. Hella Hartmann vom CMCB der TU Dresden bei der Installation des neuen Mikroskopie-Systems © Friederike Braun


Team der TU Dresden präsentiert DipGene auf der größten Innovationsveranstaltung für Synthetische Biologie


05/12/2019

Das Studentenprojekt DipGene bietet ein Diagnosewerkzeug, mit dem Gentests so einfach werden wie ein pH-Test. Mit ihrer einfachen und preiswerten Low-Tech-Methode für den Nachweis von DNA-Sequenzen gewannen sie eine Goldmedaille.

Ein studentisches Team der TU Dresden präsentierte erfolgreich sein DipGene-Projekt auf dem jährlichen iGEM Giant Jamboree, der größten Innovationsveranstaltung im Bereich der Synthetischen Biologie, die von der International Genetically Engineered Machine (iGEM) Foundation ausgerichtet wird. Für ihre Gesamtleistung konnten sie eine Goldmedaille gewinnen. Das Giant Jamboree ist der Höhepunkt des jährlichen, weltweiten iGEM Wettbewerbs für Synthetische Biologie, bei dem Studierende molekularbiologische Lösungen für globale Probleme einsetzen.


Das TU Dresden Team beim iGEM Giant Jamboree in Boston © iGEM TU Dresden

Finden Sie hier die vollständige Pressemitteilung.


Unter Spannung – Die Bewegung von Zellen mathematisch untersucht


08/11/2019

Dr. Elisabeth Fischer-Friedrich vom Exzellenzcluster Physics of Life (PoL) und dem Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden und Prof. Sebastian Aland von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) erhalten zusammen ein dreijähriges Forschungsstipendium in Höhe von über 400.000 Euro, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Ziel ist die gemeinsame Untersuchung der “Viskoelastischen Dynamik des Zellkortexes“ innerhalb einer neuen DFG-Forschergruppe an der TU Dresden: “Vector- and Tensor-Valued Surface PDEs”.

Die Forschungsgruppe steht unter der Leitung von Prof. Axel Voigt und wird neue Methoden entwickeln, um partielle Differentialgleichungen (PDE) mit Hilfe des Computers zu lösen. Der Fokus wird dabei auf Gleichungstypen liegen, die auf gekrümmten Oberflächen definiert sind und tensor- oder vektorwertige Größen beschreiben. Durch solche Gleichungen lässt sich z.B. die Mechanik der Verformung von tierischen Zellen beschreiben.

Dr. Elisabeth Fischer-Friedrich sagt: „Ziel des Projektes ist es, ein besseres Verständnis vom Aktinkortex, einer Zytoskelett-Struktur innerhalb tierischer Zellen, zu entwickeln.  Dieser ist beispielsweise bei der Zellteilung verantwortlich für zelluläre Formänderungen. Wir werden untersuchen, durch welche physikalischen Mechanismen sich chemische Muster im Aktinkortex bilden. Dabei sollen auch aktive Verformungen der Zelloberfläche beschrieben werden unter Einbeziehung von Viskoelastizität und nichtlinearen Materialeigenschaften, wie z.B. Spannungsversteifung. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit können Sebastian und ich unsere jeweilige Expertise zur Mathematik von tensorwertigen PDEs und zur Physik des Zytoskeletts synergistisch einbringen." Dr. Elisabeth Fischer-Friedrich selbst ist seit 2017 als Gruppenleiterin am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden tätig und forscht auf dem Gebiet der weichen Materie und Biophysik.

Simulation der Dehnung, die in einer elastischen Kortexhülle nach uniaxialer Kompression erzeugt wird © Sebastian Aland

 


Aktive Kraftgeneratoren (Myosin), die Muster im Kortex einer zusammengedrückten, sich teilenden Zelle bilden © Elisabeth Fischer-Friedrich


Adipositas-Risikobestimmung: ein Sprung in die Zukunft durch die Kombination von KI und Lipid-Forschung


22/10/2019

Die WHO warnt: fast jeder sechste Erwachsene ist von Fettleibigkeit (Adipositas) betroffen. Da Adipositas das Sterblichkeits- und Krankheitsrisiko erhöht, ist sie eine der zentralen Bedrohungen für die Gesundheit der gesamten Menschheit. Im Alltag der Medizin ist der Body Maß Index (BMI), das Verhältnis von Gewicht zur Körpergröße, ein beliebtes Instrument um Übergewicht und Fettleibigkeit zu ermitteln. In einem Zusammenschluss von akademischer Forschung und Industrie in Sachsen, geleitet von Wissenschaftlern aus Dresden, stellt ein internationales Forscherteam ein revolutionäres Konzept für personalisierte Präzisionsmedizin vor. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) wurde eine Reihe von Lipidmolekülen identifiziert, die wesentlich mehr Informationen über Adipositas bereithalten als der BMI.

Finden Sie hier die vollständige Pressemitteilung.


Trauer um Prof. Dr. Suzanne Eaton


18/07/2019

Die TU Dresden trauert um Prof. Dr. Suzanne Eaton (*1959 in Oakland, Kalifornien, USA), die Anfang Juli 2019 auf Kreta viel zu früh verstorben ist.

Seit 2015 war Suzanne Eaton, neben ihrer Aufgabe als Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), Professorin für Entwicklungszellbiologie von Wirbellosen am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC). Darüber hinaus fungierte sie seit 2018 als Co-Sprecherin am neuen Exzellenzcluster der TU Dresden „Physik des Lebens“. Diese Positionen waren die jüngsten Höhepunkte zu ihrem bemerkenswerten kontinuierlichen Beitrag zur Gestaltung der biomedizinischen Forschungslandschaft in Dresden.

Suzanne promovierte 1988 an der University of California in Los Angeles in Mikrobiologie. Anschließend arbeitete sie als Postdoc im Labor von Tom Kornberg an der University of California in San Francisco. Suzanne kam 2001 als Gründungsgruppenleiterin am MPI-CBG nach Dresden. Zuvor arbeitete sie am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg als Postdoc im Labor von Kai Simons und anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Suzanne war eine inspirierende Wissenschaftlerin und Kollegin. Sie verband unstillbare Neugierde mit Anmut und Charme. Ihr Lächeln, ihr Fingerspitzengefühl und ihre Fähigkeit, bemerkenswerte Fragen zu stellen, ermöglichte Diskussionen mit Offenheit und Einsicht und führten oft zu überraschenden Erkenntnissen und eröffneten neue Perspektiven. Sie hat viele junge oder etablierte Wissenschaftler mit ihrer Liebe zur Forschung, ihren Interessen und ihrer Offenheit für eine Vielzahl von Fragen und Ansätzen begeistert. Für Suzanne war interdisziplinäres Arbeiten in der Wissenschaft immer eine Selbstverständlichkeit und sie ließ die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben wünschenswert und leicht erscheinen. Suzanne hat einen entscheidenden Beitrag zur Entstehung der Dresdner biomedizinischen Forschungsgemeinschaft geleistet und wird schwer vermisst werden. Wir haben eine hochgeschätzte Kollegin, eine ausgezeichnete Wissenschaftlerin und eine inspirierende Lehrerin verloren.

Suzanne Eaton hinterlässt ihren Mann und zwei Söhne. Ihnen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl. Mit Trauer und Dankbarkeit werden wir Suzanne Eaton mit Ehre gedenken.

Familie, Freunde und Kollegen gedenken auf der MPI-CBG-Website dem Leben und Vermächtnis von Suzanne Eaton: https://www.mpi-cbg.de/suzanne-eaton/


Prof. Dr. Suzanne Eaton © MPI-CBG


Statement zum tragischen Tod von Suzanne Eaton


09/07/2019

Der Tod von Suzanne Eaton, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik und am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden, ist leider Gewissheit. Das MPI teilte mit, dass die Polizei ihre Leiche am Abend des 8. Juli gefunden hat. Die Behörden haben ihre Untersuchung der Vorkommnisse, die sich am Nachmittag des 2. Juli ereignet haben könnten, noch nicht abgeschlossen.

„Wir sind zutiefst schockiert und erschüttert über dieses tragische Ereignis. Suzanne war eine herausragende und inspirierende Wissenschaftlerin, eine liebevolle Ehefrau und Mutter, eine Athletin und eine wunderbare Person, die von uns allen sehr geliebt und geschätzt wurde. Ihr Verlust ist unfassbar. Unsere Gedanken sind bei ihrem Mann Tony, ihren Söhnen Max und Luke und bei ihrer ganzen Familie“, erklären die Kolleginnen und Kollegen des MPI.

Auch an der TU Dresden und seinem Biotechnologischen Zentrum ist die Trauer groß.
„Mit Bestürzung haben wir vom Tod unserer Mitarbeiterin, Kollegin und Freundin Prof. Suzanne Eaton erfahren. All unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei ihrer Familie, aber auch bei ihren Kolleginnen und Kollegen am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden und am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik. Wir verlieren mit Suzanne Eaton eine hoch angesehene Wissenschaftlerin und einen beindruckenden Menschen“, sagt der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen.

Prof. Dr. Michael Schroeder, Direktor am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden, fügt hinzu: „Wir haben Suzanne als lebensfrohe und engagierte Frau kennen gelernt, die entscheidend zur Entwicklung unseres Instituts beitrug. Umso betroffener macht uns ihr plötzlicher und viel zu früher Tod. Unser Mitgefühl in diesen schweren Stunden gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden. Wir werden Suzanne als einen ganz besonderen Menschen in Erinnerung behalten. Wir sind traurig, fassungslos und mit unseren Herzen bei Suzannes Familie.“


Prof. Suzanne Eaton © MPI-CBG

Update vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, 10. Juli 2019

Wir haben am Mittwochnachmittag von der Gerichtsmedizin und den kriminaltechnischen Laboren auf Kreta die Bestätigung erhalten, dass es sich bei dem Leichnam, der am Montagabend aus der Höhle geborgen wurde, tatsächlich um Suzanne Eaton handelt. Sie war Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik und Professorin am Biotechnologischen Zentrum der Technischen Universität Dresden. Auf Kreta hat die Polizei Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet und umfassende Maßnahmen ergriffen, um die verantwortliche(n) Person(en) zur Rechenschaft zu ziehen. Wir können die Untersuchungen am besten unterstützen und ihren Erfolg gewährleisten, indem wir helfen, wichtige und akkurate Informationen zu finden und zu kommunizieren und irreführende oder spekulative Verwirrung zu vermeiden.
 
Unser Institut und alle seine Mitarbeiter sprechen der Familie von Suzanne ihr aufrichtiges Beileid aus. Wir werden uns für immer an die außergewöhnliche Wissenschaftlerin erinnern, die so fürsorglich und hingebungsvoll zu ihrer Familie und ihren Freunden war und die so geliebt von uns allen ist. Wir können diese schockierende und schreckliche Tragödie immer noch nicht begreifen.


Mittelerde-Meeting 2019


14/06/2019

Zwei Tage lang befand sich J. R. R. R. Tolkiens Mittelerde im BIOTEC. Am 13. und 14. Juni 2019 trafen sich Bioinformatiker und Informatiker zum 4. Mitteldeutschen Treffen zur Bioinformatik, dem "Mittelerde Meeting 2019" unter der Leitung von Prof. Michael Schroeder.

Die Tradition dieser Treffen begann bereits 2011 in Jena. Sie wollen die Computational Biology-Experten Mitteldeutschlands zusammenzubringen. Seit 2017 heißt das Treffen "Mittelerde" und fand immer stärkeren Zuspruch.

Mit über 90 angemeldeten Teilnehmern war das diesjährige "Mittelerde Meeting" ein großer Erfolg. Im Mittelpunkt standen Forschungsergebnisse aus verschiedenen Bereichen der Computerbiologie und Bioinformatik. Neben den mitteldeutschen Forschergruppen, darunter Leipzig, Halle, Jena, Freiberg und Mittweida, folgten auch internationaler Spitzenwissenschaftler der Einladung nach Dresden. Mit über 17.000 km hatte Prof. Peter R. Wills von der University of Auckland die mit Abstand weiteste Reise nach Mittelerde.

Auf dem Programm standen u.a. Vorträge von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), des benachbarten Zentrums für Systembiologie Dresden (CSBD), der belgischen Spitzenuniversität KU Leuven, der Universität Köln und der Bayer AG. Die Teilnehmer bekamen Antworten auf einige wirklich existenzielle Fragen: Was war zuerst da? DNA oder die Maschinerie, sie zu lesen? Wie kann man Millionen von Medikamenten mit Barcodes versehen? Welche Gefahren birgt das Schwimmen in der Elbe?

Der Event wurde durch eine wissenschaftliche Speed-Dating-Session ergänzt, bei der jeder der Teilnehmer die Möglichkeit bekam, sich mit Wissenschaftlern aus anderen Forschungsbereichen auszutauschen. Schließlich wurde der Ring der "Mittelerde" an Prof. Stefan Schuster (Friedrich-Schiller-Universität Jena) übergeben, um die Tradition im nächsten Jahr ganz nach dem Motto von J. R. R. R. Tolkien fortzusetzen: "Someone always has to carry on the story."


Biophysiker gehen der Organisation des Lebens auf den Grund Neues Exzellenzcluster zur Aufklärung der „Physics of Life“ (PoL)


27/09/2018

Eine der großen wissenschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit ist es, die Struktur und Dynamik lebender Materie zu verstehen. Das neue Exzellenzcluster "Physik des Lebens" (Physics of Life - PoL) konzentriert sich auf die "Gesetze der Physik", die der Organisation des Lebens in Molekülen, Zellen und Geweben zugrunde liegen. PoL ist eine Kooperation zwischen Wissenschaftlern der TU Dresden und Forschungseinrichtungen des DRESDEN-concept-Verbundes, wie dem Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), dem Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPI-PKS), dem Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf.

Die vollständige Pressmitteilung finden Sie hier.

Website von PoL


Die beteiligten Wissenschaftler des Exzellenzclusters "Physik des Lebens" zusammen mit dem Rektor der TU Dresden, Prof. Dr. Müller-Steinhagen (8. von links). © MPI-CBG


Synthetischer Antikörper ermöglicht erstmals zeitlich kontrollierbaren „Protein-Knockdown“ in Wirbeltieren


17/08/2018

Die Forschungsgruppen um Dr. Jörg Mansfeld, Forschungsgruppenleiter vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) und Dr. Caren Norden vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) haben ein Verfahren zur funktionellen Untersuchung von Proteinen erfolgreich weiterentwickelt. Die Methode des sogenannten Auxin-induzierbaren "Protein-Knockdowns" wurde von ihnen so modifiziert, dass fluoreszierende Proteine nicht nur mikroskopisch beobachtet, sondern auch gezielt und innerhalb kurzer Zeit aus Zellen entfernt werden können.

Mikroskopische Aufnahme von lebenden HeLa-Zellen, in denen ein GFP-verknüpftes Protein (grün) und der AID-Nanobody (magenta) vorhanden sind. Nach Zugabe des Pflanzenhormons Auxin wird das GFP-verknüpftes Protein gezielt in den AID-Nanobody enthaltenden Zellen innerhalb von 30 Minuten abgebaut. © Jörg Mansfeld

Dr. Jörg Mansfeld © Magdalena Gonciarz

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Dr. Ivan Minev erhält 1,5 Millionen Euro für die Entwicklung einer integrierten Implantattechnologie für multimodale Hirnschnittstellen


31/07/2018

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat das Forschungsprojekt "Integrierte Implantattechnologie für multimodale Hirnschnittstellen (IntegraBrain)" mit einem Startfördervolumen von 1,5 Millionen Euro innerhalb der nächsten 5 Jahre bewilligt. Dr. Ivan Minev, Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) und Freigeist Stipendiat der VolkswagenStiftung, will neuroprothetische Implantate für das Gehirn mit elektrischen, chemischen, thermischen und optischen Funktionalitäten etablieren.


Vision für ein integriertes Netzwerk von Sensoren und Aktoren zur Etablierung von Gehirn-Maschine-Schnittstellen jenseits der elektrischen Funktionalität. © Ivan Minev


Dr. Ivan Minev © BIOTEC

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Dr. Corbeil erhält im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms (μBONE) ein dreijähriges Forschungsstipendium zur Unterstützung seiner Krebsforschung


25/07/2018

Dr. Denis Corbeil, Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC), hat im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms 2084 "μBONE - Kolonisation und Interaktionen von Tumorzellen in der Knochenmikroumgebung" ein dreijähriges Forschungsstipendium erhalten, um den Einfluss verschiedener Arten von Membranprotrusionen aus Krebszellen auf Migration, Adhäsion und interzelluläre Kommunikation mit knochenmarkresidenten Zellen zu untersuchen. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Pauline Wimberger (Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Gynäkologie des Carl Gustav Carus Universitätsklinikums Dresden, TU Dresden).


Bild: Dr. Denis Corbeil © Denis Corbeil

Die dazugehörige Pressemitteilung finden Sie hier.

https://idw-online.de/de/news699446

 


BIOTEC Forscher Dr. Sebastian Salentin erhält Dissertationspreis der Commerzbank


27/06/2018

Auch in diesem Jahr werden die Dissertationspreise der Commerzbank und der Dr.-Walter-Seipp-Preis für herausragende Dissertationen von jungen Nachwuchswissenschaftlern der TU Dresden verliehen. Unter den Preisträgern ist auch Dr. Sebastian Salentin vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC). Er erhält einen der Dissertationspreise 2017 der Commerzbank und 1.000 Euro Preisgeld.

Dr. Sebastian Salentin promovierte am BIOTEC zum Thema "In Silico Identification of Novel Cancer Drugs with 3D Interaction Profiling". Er nutzte rechnergestützte Methoden, um neue Anwendungen für bekannte Wirkstoffe aufzudecken. So konnte er beispielsweise zeigen, dass ein Malaria-Medikament in Krebszellen die Chemotherapie verbessern kann, indem es Krebszellen daran hindert, Resistenzen zu entwickeln. "Die Auszeichnung bestätigt mich und motiviert mich, meine wissenschaftliche Arbeit weiter fortzuführen. Ich arbeite nun mit weiteren Mitarbeitern aus der Arbeitsgruppe von Prof. Michael Schroeder, meinem Doktorvater, an einer Ausgründung. Wir wollen zeigen, dass sich unsere Methoden breit anwenden lassen und so die Wirkstoffforschung verbessern können", so Sebastian Salentin.

Die von der Commerzbank AG gestifteten Preise werden in diesem Jahr zum 22. Mal vergeben, seit 21 Jahren gibt es den Dr.-Walter-Seipp-Preis aus dem gleichnamigen Fonds der Commerzbank-Stiftung. Dr. Walter Seipp war lange Jahre Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank.

Bild: Dr. Sebastian Salentin © Alexander Sapia

Weitere Informationen zur Preisverleihung


Dr. Marko Brankatschk erhält „TUD Young Investigator“ Status


19/06/2018

Marko Brankatschk, Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der Technischen Universität Dresden (TUD) wurde am 12.06.2018 von Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen, dem Rektor der TUD, zum „TUD Young Investigator” ernannt.  Mit dem „TUD Young Investigator“ Programm stärkt die TUD die Position exzellenter, unabhängiger Nachwuchsgruppenleiter am Wissenschaftsstandort Dresden mit einem zugeschnittenen Qualifikationsangebot und einer stärkeren Einbindung in die Fakultäten.

„Der 'TUD Young Investigator' Status ist für mich besonders wichtig, da somit meine Position als unabhängiger Gruppenleiter weiter gefestigt wird und ich nun wichtige Erfahrungen in meiner Funktion als Gutachter und Prüfer bei Promotionsverfahren sammeln kann. Für mich als Absolvent der TU Dresden ist die Auszeichnung etwas ganz Besonderes und ein wichtiger Meilenstein in meiner weiteren akademischen Karriere​", sagt Marko Brankatschk zu seinem neuen Status.

Bild: Dr. Marko Brankatschk und TUD Rektor Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen bei der Übergabe der "TUD Young Investor" Urkunde. © Angela Böhm

Weitere Informationen zu den TUD Young Investigators


CMCB hieß mehr als 2.900 BesucherInnen zur diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften willkommen


18/06/2018

Nach zwei Besucherrekorden in 2016 und 2017, wurde in diesem Jahr mit mehr als 2.900 BesucherInnen erneut ein Besucherrekord erreicht. In diesem Jahr hat das CMCB (BIOTEC, B CUBE and CRTD) gemeinsam mit weiteren Partnern mehr als 30 Programmpunkte (Infostände, Vorträge, Experimente und einen Science Slam) für seine BesucherInnen bereitgestellt. Das CRTD war zudem Teil der Langen Nacht VIP-Tour mit Dresden's Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Staatssekretär Uwe Gaul und Frau de Maizièr. Gemeinsam eröffneten sie die Ausstellung "Realtime" des Dresdner Zentrums für Wissenschaft und Kunst (DZWK) und der Kulturhauptstadt-Initiative Dresden 2025.

Programm

Bilder


Erfolgreiche Reakkreditierung der 3 CMCB-Masterstudiengänge


25/05/2018

Die drei CMCB-Masterstudiengänge Molekulares Bioengineering, Nanobiophysik und Regenerative Biologie und Medizin wurden erfolgreich (re-)akkreditiert. Nach einem umfangreichen Evaluationsprozess (Berichte zur Qualitätssicherung, Feedbackgespräche mit Studierenden und Dozenten, Berichte von externen Gutachtern usw.) wurde die Akkreditierung bis März 2024 erteilt. Die Akkreditierung ist ein Gütesiegel und garantiert die Einhaltung von Qualitätsstandards.

Weitere Informationen zur Akkreditierung

Master-Studiengänge


Sonnenscheindauer kann möglicherweise den Beginn eines tödlichen Herzinfarktes beeinflussen


07/05/2018

Ein internationales Wissenschaftlerteam um Dr. Carlo Vittorio Cannistraci, Gruppenleiter für Biomedizinische Kybernetik am BIOTEChnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden, hat eine Regel auf der Grundlage der Chronobiologie des Herzinfarktes beim Menschen entdeckt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass saisonale Rhythmen im Zusammenhang mit der Sonneneinstrahlung den zirkadianen Rhythmus des Herzinfarktes beeinflussen können.

Bild: Sonnenschein und die Chronobiologie des Herzinfarkts in verschiedenen Breitengraden (Quelle)


Startschuss für neuen Masterstudiengang "Computational Modeling and Simulation"


13/04/2018

Der Startschuss für den Materstudiengang "Computational Modeling and Simulation" (CMS) ist gefallen.

Der Masterstudiengang "Computational Modeling and Simulation" ist ein gemeinsames Curriculum der Fakultät für Informatik, der Fakultät für Mathematik und des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) mit Beteiligung der Fakultät für Psychologie, der Fakultät für Medizin, der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und der Fakultät für Maschinenbau.

Der forschungsorientierte interdisziplinäre und internationale Masterstudiengang bietet eine anwendungsunabhängige Ausbildung und Spezialisierung in fünf anwendungsspezifischen Studiengängen, die den Studierenden eine einzigartige Flexibilität bietet.

Das Programm bietet auch die Möglichkeit, in ein strukturiertes Doktorandenprogramm einzusteigen und von der Beteiligung lokaler Schlüsselpartner in den relevanten Bereichen zu profitieren.

Weitere Informationen

Bewerbung

Bild: PantherMedia / olegkrugllyak


Schnelle und vielseitige Methode für kombinierte Zellcharakterisierung


02/04/2018

Prof. Dr. Jochen Guck, Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden, Katarzyna Plak und Philipp Rosendahl haben gemeinsam mit Dresdner Biologen und Medizinern, sowie mit Unterstützung der Microstructure Facility des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) eine Methode entwickelt, welche die simultane Messung von Fluoreszenz und Festigkeit von Zellen im Vergleich zu bisherigen Verfahren 100-fach schneller ermöglicht. Dadurch könnte die Diagnose vieler Krankheitsbilder wie Leukämie, Malaria, bakterielle oder virale Infektionen optimiert werden, was wiederum zu einem schnelleren und genaueren Therapiebeginn führen würde.

DOI: 10.1038/nmeth.4639

Nature Methods


Fast and versatile method for combined cell characterization


02/04/2018

Prof. Dr. Jochen Guck, research group leader at the Biotechnology Center (BIOTEC) of Technische Universität Dresden, Katarzyna Plak and Philipp Rosendahl, together with Dresden biologists and physicians, and with the support of the Microstructure Facility of the Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB), have developed a method that enables the simultaneous measurement of fluorescence and deformability of cells 100 times faster than previous methods. This could optimize the diagnosis of many diseases such as leukaemia, malaria, bacterial or viral infections, which in turn would lead to a faster and more precise start of therapy.

DOI: 10.1038/nmeth.4639

Nature Methods


WÄCHTER DES GENOMS: Eine umfassende Ressource enthüllt die Dynamik von 70 DNA-Reparaturproteinen – eine leistungsstarke Plattform für die Grundlagenforschung und die Bewertung von Krebsmedikamenten


19/03/2018

Im Laufe des Lebens wird unser Erbgut, die DNA, ständig durch Umwelt- oder körpereigene Faktoren beschädigt. Diese Schäden müssen schnellstens repariert werden, um zu verhindern, dass sich Mutationen, genetische Störungen oder Krebs entwickeln. Eine Vielzahl von Proteinen repariert jeweils unterschiedliche Schäden. Diese Proteine organisieren sich, je nach Art der Beschädigung, in individuellen Signalwegen, die jeweils räumlich und zeitlich koordiniert werden müssen, um komplexe DNA-Schäden wirksam zu reparieren. Aufgrund der Komplexität und der schnellen Dynamik dieses Prozesses, ist bisher noch kaum bekannt, wie die Zelle dies bewerkstelligt. Diese Frage ist jedoch besonders wichtig, da viele Krebsmedikamente entweder die DNA schädigen oder auf DNA-Reparaturproteine abzielen. Eine systematische Untersuchung der Auswirkungen solcher Medikamente auf den gesamten DNA-Reparaturprozess könnte neue Erkenntnisse über deren Wirkungsmechanismen liefern, neue Anwendungen ermöglichen oder denkbare Nebenwirkungen aufzeigen.

Ein internationales Team von Forschern an mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen, wie dem Institut für Molekularbiologie der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften (IMB-BAS) an der Universität von Sofia, dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), dem Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC - Prof. Dr. Stephan Grill) und der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus (Prof. Dr. Frank Buchholz) hat nun eine derartige systematische Untersuchung durchgeführt. Es gelang ihnen, ein hochauflösendes, quantitatives Modell der Dynamik zu erstellen, in dem beschrieben wird, wann 70 wichtige DNA-Reparaturproteinen an Stellen mit komplexer DNA-Schädigung eintreffen und diese wieder verlassen.

Pressemeldung

Bild: Mit Hilfe von Laser-Mikrobestrahlung werden zwei Proteine zur Stelle mit DNA-Schäden herbeigerufen. © Stoynov / IMB-BAS


Anziehende Neuroprothetik


09/03/2018

Im Februar waren in der Arbeitsgruppe von Dr. Ivan Minev am Biotechnologiezentrum (BIOTEC) der TU Dresden Prof. Pavel Musienko und Dr. Anastasia Levchenko vom Institut für Translationale Biomedizin der Staatlichen Universität St. Petersburg zu Gast. Ermöglicht wurde der Besuch durch ein DFG-Stipendium zur Initiierung internationaler Kooperationen, das an Dr. Minev und Prof. Musienko vergeben wurde.


Dr. Ivan Minev, Dr. Anastasia Levchenko und Prof. Dr. Pavel Musienko im Labor am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC). © BIOTEC

Prof. Musienko betreibt Grundlagenforschung in Neurowissenschaften und Neuroprothetik und verfügt über mehrere Tiermodelle von Rückenmarksverletzungen: "Wir haben umfangreiche Studien an Rückenmarksverletzungsmodellen durchgeführt, die zur Entwicklung effektiver Multisystem-Neurorehabilitationstherapien geführt haben, darunter die epidurale Rückenmarkstimulation, pharmakologische Intervention und das Training des Bewegungsapparates.

Dr. Levchenko arbeitet an der "Entdeckung und Charakterisierung genetischer Faktoren in der Ätiologie psychischer Erkrankungen". Sie hat sich bereits mit der Genetik der frontotemporalen Demenz, des Restless-Legs-Syndroms und der Schizophrenie beschäftigt. Beide stellten ihre Arbeit und ihr Institut im Rahmen eines Green Seminars des Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) vor, welches durch die Institute BIOTEC, B CUBE und CRTD initiiert wird.

Die langfristige Vision der Minev-Gruppe ist es, implantierbare Technologien zu entwickeln, die durch organisierte Wiederherstellung im Nervensystem einen dauerhaften therapeutischen Effekt erzielen. Um dies zu ermöglichen, untersuchen sie Mikrotechnologien (z.B. 3D-Druck) zur Integration von weichen Biomaterialien in implantierbare Geräte, die sich nahtlos in das neuronale Gewebe einfügen. Das Labor baut Technologien, die für die Untersuchung des Rückenmarks und den Bau neuroprothetischer Geräte mit translatorischer Perspektive benötigt werden. Der erfolgreiche Aufbau einer langfristigen Beziehung zwischen Dresden und St. Petersburg wäre daher äußerst lohnend.

Das DFG-Stipendium läuft über das gesamte Jahr 2018 und regelmäßige Besuche von Wissenschaftlern des Minev Labors und des Instituts für Translationale Biomedizin der Staatlichen Universität St. Petersburg sind geplant. So werden die Weichen gestellt für zukünftige Erfolgsgeschichten einer engeren Zusammenarbeit zwischen Dresden und St. Petersburg.


Dr. Ivan Minevs Gruppe und ihre Gäste aus Russland im Labor. © BIOTEC


Schnelle Diagnose von Krankheiten mit neuartigem Bluttest


01/03/2018

Prof. Dr. Jochen Guck, Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden, sowie medizinische Kollegen des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden und Partnerinstitute aus Dresden, Cambridge (Großbritannien), Glasgow (Großbritannien) und Stockholm (Schweden) nutzen die Technik der "Echtzeit-Verformbarkeitszytometrie", um Tausende von Zellen in einem Blutstropfen in nur wenigen Minuten auf ungewöhnliche Erscheinung und Verformbarkeit hin zu untersuchen. Dieser neuartige Bluttest verspricht, die korrekte Diagnose vieler Krankheitsbilder wie Leukämie, Malaria, bakterielle oder virale Infektionen zu beschleunigen, was wiederum zu einem schnelleren und genaueren Therapiebeginn führen kann.

Bild: Schnelle Diagnose von Krankheiten mit RT-DC in Aktion. Die künstlerische Darstellung des mikroskopischen Blicks in den Messchip zeigt die Flußbahnen vieler einzelner Blutkörperchen, die von rechts nach links fließen. Wo der Hüllstrom von oben und unten einfliesst, verbreitern sie sich zu einem "Herz", bevor sie in den schmalen Messkanal links eindringen, wo das Erscheinungsbild und die Deformation der Zellen analysiert werden. ©Daniel Klaue/ZELLMECHANIK DRESDEN GmbH

Pressemitteilung


Zweiter Proof of Concept Grant für Prof. Dr. Jochen Guck


06/02/2018

Prof. Dr. Jochen Guck, Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC), wurde zum zweiten Mal mit einem Proof of Concept Grant des European Research Council (ERC) ausgezeichnet. Die mit €150,000 dotierte Forschungsförderung richtet sich an durch das ERC geförderte Wissenschaftler und soll der Erforschung des wirtschaftlichen Potenzials oder Innovationspotenzials von EU-finanzierter Pionierforschung dienen. Dabei sollen geistige Eigentumsrechte etabliert, Geschäftsmöglichkeiten ermittelt oder technische Überprüfungen von Forschungsergebnissen durchgeführt werden.

Pressemitteilung


Schädlingsbekämpfungsstrategien auf der Spur: Projekt zur Untersuchung des Temperaturverhaltens der Fruchtfliege „Drosophila“ erhält Forschungsförderung über 2 Mio. Euro


30/01/2018

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Forschungsprojekt "Seasonal temperature acclimation in Drosophila: A multidisciplinary approach" mit einem Fördervolumen von 2 Millionen Euro bewilligt. Das interdisziplinäre Forschungsteam mit Wissenschaftlern aus deutschlandweit sieben verschiedenen Forschungseinrichtungen hat seine Arbeit im Januar 2018 aufgenommen.

Pressemitteilung

Bild: © Friederike Braun/BIOTEC


CMCB präsentiert ersten Informationstag zu den internationalen Masterstudiengängen am CMCB


23/01/2018

Das Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) präsentiert am 13.04.2018 den ersten Informationstag zu den internationalen Masterstudiengängen am CMCB. Der Tag richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Biologie/Life Sciences, Medizin, Biochemie und Physik, sowie angrenzender Fachrichtungen.

 

Programm (15-17 Uhr, präsentiert in Englisch):

  • Vorstellung des CMCB
  • Vorstellung der Studiengänge Molecular Bioengineering, Nanobiophysics, Regenerative Biology and Medicine
  • Laborbesuch
  • PhD / PostDoc Talk & Beer Hour
  • Informelles Get-Together

Veranstaltungsort:

Auditorium des CRTD (Fetscherstraße 105, 01307 Dresden)

Anmeldung:

E-Mail an Sandra Mattick

Bild: © PantherMedia / Artur Verkhovetskiy


Infektiöses Protein zeigt sich von seiner guten Seite: Stress-Sensoren erhöhen Überleben von Hefe-Zellen


08/01/2018

Prionen sind sich selbst vermehrende Proteinaggregate, die zwischen Zellen übertragen werden können. Pathologische Prionen gelten als Auslöser für BSE in Rindern und die menschliche Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Auch neurodegenerative Erkrankungen wie ALS werden mit der Ansammlung von prionenartigen Proteinen in Verbindung gebracht. Die Region innerhalb dieser Proteine, die für die Aggregatbildung verantwortlich ist, wird als Prionendomäne bezeichnet. Trotz der großen Rolle, die diese in menschlichen Krankheiten spielt, blieb die physiologische Funktion dieser Prionendomäne bisher weitgehend unbekannt. Nun haben Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC, Grill Gruppe) und der Washington University in St. Louis, USA, zum ersten Mal eine nützliche und biologisch relevante Funktion einer Prionendomäne identifiziert. Als proteinspezifischer Sensor für Stress erlaubt die Prionendomäne den Zellen, sich an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen, um so besser zu überleben. Die Entschlüsselung dieser hilfreichen physiologischen Eigenschaft ist ein bedeutender Schritt, um die Verständniskluft zwischen den biologischen Aufgaben der Prionendomänen und ihren Veränderungen in pathologischen Krankheitszuständen zu schließen. Die Entdeckungen wurden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Bild: Kryo-Elektronenmikroskopie-Abbildung eines biomolekularen Kondensates eines Prionproteins.

Kontakt: Prof. Dr. Stephan Grill

Pressemitteilung


„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz


08/12/2017

Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Carlo Vittorio Cannistraci, Nachwuchsgruppenleiter der Gruppe für Biomedizinische Kybernetik am BIOTEChnologischen Zentrum der TU Dresden, entwickelte das "Coalescent Embedding": eine Klasse von Algorithmen, die die maschinelle Intelligenz nutzen, um die versteckten geometrischen Regeln, die die Struktur komplexer Netzwerke formen, zu ermitteln. Von der Konnektivität des Gehirns bis hin zu sozialen Medien kann die "Koaleszenz-Einbettung" zukünftige Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche haben, die sich mit Großnetzwerkdaten befassen, darunter Biologie, Medizin, Physik und Sozialwissenschaften.

Pressemitteilung

Bild: Forschungsgruppe von Dr. Carlo Vittorio Cannistraci © BIOTEC


BIOTEC Gruppenleiter Dr. Ivan Minev im Interview: Jobmagazin "karriereführer"


06/10/2017

"3-D-Druck-Forscher Dr. Ivan Minev: Dr. Ivan Minev leitet am Biotechnology Center TU Dresden (BIOTEC) eine Forschungsgruppe, die bioelektrische Stoffe entwickelt, mit denen sich im Körper eines Patienten Gewebe heilen lässt. Zum Einsatz kommen dabei biotechnologische Verfahren, aber auch 3-D-Drucker. Gefördert wird seine Arbeit vom Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung. Im Gespräch erzählt der Physiker, wie sein Ansatz funktioniert und was 3-D-Drucker heute und in Zukunft leisten können. Das Interview führte André Boße."

© BIOTEC


TU Dresden is invited to submit six full applications for Clusters of Excellence in the next round of the Excellence Competition


29/09/2017

Today, TU Dresden was invited by the German Research Foundation (DFG) to submit six full proposals out of eight draft proposals for the Clusters of Excellence. Prof. Hans Müller-Steinhagen, Rector of TU Dresden, congratulates the speakers and scientists of the successful cluster proposals and emphasises the importance for the entire university: "It is a phenomenal success! This decision will give us an additional, strong tailwind for our endeavours in the Excellency Strategy! Now, we shall optimistically enter the full proposals phase and hope that at least two or preferably even more Clusters of Excellence will be granted in the end." The draft proposal for the excellence cluster "PHYSICS OF LIFE - The dynamic organization of living matter" (which was created under the leadership of BIOTEC research group leader Prof. Dr. Stephan Grill) has been invited to the second round of the application process. It is one of 6 draft proposals of TU Dresden that can now submit their full proposals for excellence clusters to the DFG until February 21, 2018.

Press release of TU Dresden


Dresdner Forscher bahnen den Weg für einen Bio-inspirierten Algorithmus zur Vorhersage neuer therapeutischer Ziele von zugelassenen Medikamenten


26/09/2017

Ein von Dr. Carlo Vittorio Cannistraci, Nachwuchsgruppenleiter der Biomedizinischen Kybernetik am BIOTEChnologischen Zentrum der TU Dresden, geleitetes internationales Team von Wissenschaftlern hat eine leistungsfähige Berechnungsmethode entwickelt, welche Prinzipien der Selbstorganisation eines Gehirnnetzwerkes nutzt, um neue höchst zuverlässige Arzneimittel-Ziel-Interaktionen vorherzusagen. Für diese Vorhersage ist nur die Kenntnis der Verknüpfungsstruktur des molekularen Netzwerkes, nicht aber die Kenntnis der chemischen Strukturen der Arzneimittel notwendig.

Bild: Teile der Forschungsgruppe von Dr. Carlo Vittorio Cannistraci © BIOTEC


CMCB stellt sein Direktorium vor: Prof. Nils Kröger (B CUBE), Prof. Jochen Guck (BIOTEC) und Prof. Ezio Bonifacio (CRTD)


10/08/2017

Das Center for Molecular and Cellular Bioengineering (CMCB) stellt seinen geschäftsführenden Direktor, sowie seine stellvertretenden Direktoren vor. Prof. Nils Kröger (B CUBE) wird das CMCB als geschäftsführender Direktor leiten, Prof. Jochen Guck (BIOTEC) und Prof. Ezio Bonifacio (CRTD) werden die Positionen der stellvertretenden Direktoren innehaben. Das CMCB ist eine Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität Dresden und wurde 2016 rechtmäßig als Dachorganisation der drei Einrichtungen BIOTEC, CRTD und B CUBE gegründet. Seit der Wahl der leitenden Organe im Mai 2017, ist das CMCB nun vollständig handlungsfähig und wird seine Stärken im Bereich der Interdisziplinarität, Innovation und Internationalität weiterhin synergetisch nutzen. Die drei Forschungsinstitute sind ein integraler Bestandteil der Forschungsprofillinie "Gesundheitswissenschaften, Biomedizin und Bioengineering" der TU Dresden. Unter dem Dach des CMCB arbeiten die drei Institute gemeinsam an strategischen Entwicklungen im Bereich der Lehre, Administration und Bereitstellung von wissenschaftlicher Infrastruktur und Services. Das CMCB wird auch für strukturelle Entscheidungen wie z.B. die Berufung von Professorinnen und Professoren, die Einführung von Studiengängen und die Akquisition von durch Grants finanzierten Großprojekten verantwortlich sein. Am CMCB arbeiten knapp 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wovon 35 Prozent aus über 30 Ländern weltweit kommen. Insgesamt gibt es fast 40 Forschungsgruppen am CMCB. Außerdem sind 140 Studenten in den drei CMCB Master-Studiengängen eingeschrieben.

Foto: Prof. Nils Kröger, Prof. Jochen Guck, Prof. Ezio Bonifacio (von links nach rechts)


Dresdner Biologen und Bioinformatiker entwickeln Zellzyklusreporter zur Analyse des Zellzyklus und Vorhersage über das zukünftige Verhalten von Zellen


13/07/2017

Die Arbeitsgruppe um Dr. Jörg Mansfeld am BIOTEChnologischen Zentrum der TU Dresden hat in Zusammenarbeit mit der Gruppe um Dr. Ingmar Glauche am Institut für Medizinische Informatik und Biometrie (IMB) der TU Dresden einen neuartigen "all-in-one" Zellzyklusreporter entwickelt, der es erlaubt mittels eines einzigen fluoreszierendem Proteins (Markers) alle Zellzyklustadien in wachsenden und sich teilenden Zellen zu erkennen. Darüberhinaus erlaubt er es, diese Zellen von Zellen zu unterscheiden, die sich nicht mehr teilen und sich in einem Ruhezustand (Quieszenz) befinden. Mit diesem Reporter ist es nun möglich, Zellen und ihre Tochterzellen in allen Stadien des Zellzyklus zu verfolgen. Dieser Prozess erfolgt automatisch und erlaubt die parallele Analyse weiterer Faktoren, wie z.B. von Cyclin D1, einem Protein, dass in vielen Krebsarten erhöht vorkommt.

"Unsere Ergebnisse deuten daraufhin, dass die in vielen Krebsarten gefundenen erhöhten Mengen des Proteins Cyclin D1 das Gleichgewicht zwischen Zellteilung und Quieszenz zugunsten der Zellteilung verschieben, und damit möglicherweise zum Wachstum des Krebs beitragen. Mit unserer Forschung erhoffen wir uns, die Grundlagen für ein besseres Verständnis von Krankheitsbildern zu entwickeln und damit möglicherweise die Behandlung von Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, ermöglichen zu können", so Jörg Mansfeld. Die Ergebnisse wurden jetzt im renommierten Wissenschaftsjournal Cell Reports veröffentlicht.

Foto: © Jörg Mansfeld


Herausragende junge Wissenschaftler der TU Dresden mit Commerzbank Preisen geehrt


27/06/2017

Am 30. Juni 2017 werden in der Commerzbank Dresden die Dissertationspreise 2016 der Commerzbank und der Dr.-Walter-Seipp-Preis für herausragende Dissertationen von jungen Nachwuchswissenschaftlern der TU Dresden verliehen. Unter den Preisträgern ist auch Dr. Paul Müller, Postdoc am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC). Er erhält einen der Dissertationspreise der Commerzbank und 1.000 Euro Preisgeld.

Dr. Paul Müller promovierte am BIOTEC zum Thema "Optische Beugungstomographie von einzelnen Zellen". Im Gegensatz zur klassischen Computertomographie, welche 3-D-Rekonstruktionen von Gewebe mit Hilfe von Röntgenstrahlung ermöglicht, befasst sich die Arbeit mit der 3-D-Rekonstruktion von einzelnen biologischen Zellen mit Hilfe von Licht. "Die Auszeichnung bestätigt mich und motiviert mich meine wissenschaftliche Arbeit weiter fortzuführen. Ich bin sehr dankbar, eine Auszeichnung für herausragende Wissenschaft erhalten zu haben", so Paul Müller. "Besonders spannend finde ich die Beschreibung von biophysikalischen Prozessen mit Hilfe von Algorithmen und computergestützten Modellen. In der Arbeitsgruppe von Prof. Jochen Guck, meinem Doktorvater, finden sich zahlreiche derartige Problemstellungen, welche von der Mikrofluidik bis hin zur Rasterkraftmikroskopie reichen. Ich freue mich sehr auf meine weitere Zeit in der akademischen Wissenschaft", fährt er fort.

Die von der Commerzbank AG gestifteten Preise werden in diesem Jahr zum 21. Mal vergeben, seit 20 Jahren gibt es den Dr.-Walter-Seipp-Preis aus dem gleichnamigen Fonds der Commerzbank-Stiftung. Dr. Walter Seipp war lange Jahre Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank. Die Preisverleihung findet am 30. Juni 2017, 14.00 Uhr in der Commerzbank Dresden (Devrientstraße 3, Erdgeschoss - Eventlounge, 01067 Dresden) statt.

Bild: Dr. Paul Müller


Prof. Dr. Stephan Grill zum EMBO Mitglied gewählt


22/06/2017

 

BIOTEC Forschungsgruppenleiter Prof. Dr. Stephan Grill wurde zum Mitglied der "European Molecular Biology Organization" (EMBO) gewählt. EMBO wählt jährlich neue Mitglieder in Anerkennung ihrer exzellenten Beiträge zur wissenschaftlichen Forschung. Die Wahl zum EMBO Mitglied ist eine Ehrung der Wissenschaft und Errungenschaften des jeweiligen Forschers. Diese renommierte Auszeichnung zeigt einmal mehr die hohe Leistungsfähigkeit und Qualität der Forscher am BIOTEC.

"Die Wahl zum EMBO Mitglied ist eine Auszeichnung für Forschungsexzellenz und ich freue mich sehr, so viele großartige Wissenschaftler in unserer Organisation begrüßen zu dürfen", sagt EMBO Direktorin Maria Leptin. "In dieser Bewerbungsrunde haben wir mehr Nominierungen als zuvor erhalten, was noch einmal die Stärke und Diversität der Europäischen Lebenswissenschaften betont. Die Expertise und die Erkenntnisse unserer neuen Mitglieder wird EMBO in den kommenden Jahren unterstützen, seine Programme und Aktivitäten weiter zu verbreiten und zu stärken", führt sie fort.

"Diese Wahl zum EMBO Mitglied ist eine große Ehre und Anerkennung. Sie reflektiert die Stärken der Wissenschaftslandschaft am BIOTEC und an der TU Dresden, und ist ein Qualitätsmerkmal für die Arbeit die wir hier machen", so Prof. Grill.

EMBO ist eine Organisation mit mehr als 1700 führenden Wissenschaftlern weltweit, inklusive 84 Nobelpreisträgern, die Exzellenz im Bereich der Lebenswissenschaften fördert. Die Hauptziele der EMBO sind die Unterstützung qualifizierter Wissenschaftler auf allen Ebenen, die Stimulation des Austausches wissenschaftlicher Informationen, sowie die Weiterentwicklung des europäischen Forschungsumfeldes, in dem Wissenschaftler Höchstleistungen erbringen können.

Weiterführende Informationen: embo.org/about-embo und http://www.biotec.tu-dresden.de/research/grill.html

Bild: © Katrin Boes


Dresdner Forscher entwickeln Algorithmus zur automatischen Erkennung signifikanter Zusammenhänge latenter Variablen im Bereich Big Data


13/04/2017

Die von Dr. Carlo Vittorio Cannistraci, Leiter der Forschungsgruppe ‘Biomedical Cybernetics’ am BIOTEChnologischen Zentrum TU Dresden, geleitete internationale Forschergruppe hat ‚PC-corr‘ entwickelt: einen intelligenten Algorithmus, der Kerngruppen interagierender latenter Variablen (welche Unterschiede in Big Data erzeugen) automatisch entdecken kann. PC-corr fand wichtige molekulare Signaturen in mehr als sechs verschiedenen Feldern im Bereich der OMIC-Wissenschaften (wie Lipidomik, Metagenomik, Genomik, Mechanomik). Dies stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung der Entdeckung kombinatorischer Biomarker in der Präzisionsmedizin dar.

Pressemeldung

Foto: © BIOTEC


Prof. Dr. Stephan Grill erhält 2.5 Million EUR ERC Advanced Grant


13/04/2017

Wie wachsende Organismen links und rechts unterscheiden

Stephan Grill, Professor für Biophysik am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC), erhält einen mit 2,5 Millionen Euro dotierten ERC Advanced Grant für seine Forschung zum Thema „Chirale Morphogenese“. Die Arbeitsgruppe von Prof. Grill wird erforschen, wie in wachsenden Organismen links und rechts unterschieden wird, und wie sich dadurch verschiedene Organe links oder rechts im Körper anordnen. Hierfür studieren die Wissenschaftler die Muskelproteine Aktin und Myosin und die physikalischen Mechanismen mit denen diese Protein Kräfte und Drehmomente erzeugen, um wachsenden Organismen ihre Form zu geben. „Diese Förderung wird es uns ermöglichen zu verstehen, wie Links-Rechts-Asymmetrie auf der Ebene von Zellen und Geweben aus molekularen Interaktionen hervorgeht. Dies ist eine der großen unbeantworteten Fragen in der Embryonalentwicklung. Wir werden die Physik mit der Biologie verbinden und den Prozess der links-rechts asymmetrischen Formgebung in der Biologie als physikalischen Prozess in einem mechanisch aktiven und chiralen, also links-rechts asymmetrischen, Material beschreiben“, so Prof. Grill. Seine Arbeitsgruppe am BIOTEC erforscht die Kräfte, die einem Embryo ermöglichen, einen vollständig strukturierten Organismus zu entwickeln. Hierbei werden verschiedene Disziplinen kombiniert, darunter die Zell- und Entwicklungsbiologie, Biophysik und die theoretische Physik. Stephan Grill hatte 2011 bereits einen ERC Starting Grant erhalten.

Weiterführende Informationen: Forschungsgruppen Seite von Stephan Grill

Der Europäische Forschungsrat fördert drei Wissenschaftler der TU Dresden mit ERC Advanced Grants, den höchst dotierten Einzelförderungen auf europäischer Ebene. Diese werden an etablierte Spitzenforscher vergeben, die mit risikoreichen Forschungsvorhaben in ihren jeweiligen Bereichen neue Wege beschreiten. Der Biophysiker Prof. Stephan Grill, der Mediziner Prof. Frank Buchholz und der Chemiker Prof. Stefan Kaskel erhalten für ihre Forschungen insgesamt rund 7,3 Millionen Euro über fünf Jahre. In der Vergangenheit waren bereits vier ERC Advanced Grants an die TU Dresden gegangen.


Konservierung von Zellen und Geweben: Dresdner Forscher erhalten 1,3 Millionen Euro Forschungsförderung für interdisziplinäres Projekt


10/04/2017

Ein Forschungsteam aus Uni- und Max-Planck-Forschern hat sich erfolgreich um eine Forschungsförderung der VolkswagenStiftung in Höhe von 1,3 Millionen Euro beworben. Ihr Projekt will erforschen, wie Zellen in kritischen Lebenssituationen zum Überleben in eine Art Schlafzustand verfallen können. Dresden. Lebensgefährliche Situationen, wie zu wenig Wasser, Sauerstoff oder Nahrung, führen bei den meisten Lebewesen zu einem gestörten Stoffwechsel und schlimmstenfalls zum Absterben von Zellen und Gewebe. Manche Zellen können sich aber in eine Art Standby-Modus versetzen, der Dormanz genannt wird. Dann können ihnen lebensfeindliche Bedingungen nichts ausmachen. Bei diesem bisher wenig erforschten "Schlafzustand" ist die Zellaktivität bis auf ein Minimum heruntergefahren. Die Zellen befinden sich in einem Zwischenzustand zwischen Leben und Tod, da zwar kein Stoffwechsel, Wachstum oder Reproduktion stattfinden, die Zellen aber ihr Leben wieder normal fortsetzen, sobald sich die Umweltbedingungen normalisiert haben. Wird die fehlende Ressource wie Wasser oder Nahrung wieder zugeführt, erwacht die Zelle zu neuem Leben - ohne einen Schaden davon zu tragen. Das vierköpfige Forschungsteam möchte die spezifischen Mechanismen, die einem Leben ohne Energie und Wasser zugrunde liegen, identifizieren, um darauf aufbauend eine humane Zelle zu entwickeln, die in einen solchen "Schlafzustand" eintreten kann, ohne Schaden davon zu tragen. "In den kommenden fünf Jahren möchten wir die biologischen, chemischen und physikalischen Mechanismen, die zum Eintritt in oder Austritt aus der Dormanz führen, untersuchen. Zunächst möchten wir die Moleküle identifizieren, die das Leben ohne Energie und Wasser ermöglichen. Darauf aufbauend werden wir die selbstorganisierenden physikalischen Prinzipien identifizieren, durch die die Zellen geschützt werden. Man könnte von einer 'Physik des Lebens' sprechen. Mit den gewonnenen Einsichten möchten wir Anwendungen entwickeln, die menschliche Biomoleküle, Zellen und Gewebe konservieren können. Das könnte eine jahrzehntelange Lagerung möglich machen. Vielleicht wäre so zum Beispiel auch das Einfrieren von Organen möglich. ", so Jochen Guck.

Koordiniert wird das Dresdner Projekt von Prof. Simon Alberti, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG). Zum Projektteam gehören zudem Prof. Teymuras Kurzchalia (ebenfalls MPI-CBG), Prof. Jochen Guck, Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum der TU DRESDEN (BIOTEC) und Dr. Vasily Zaburdaev (Max-Planck-Institut für Physik Komplexer Systeme, MPI-PKS). Das Projekt bringt die Biologie, Physik und Chemie zusammen und unterstreicht so den hohen Grad an Interdisziplinariät auf dem Dresdner Biocampus.

Bild: Prof. Simon Alberti, Prof. Teymuras Kurzchalia, Prof. Jochen Guck, Dr. Vasily Zaburdaev © MPI-CBG, MPI-PKS, BIOTEC

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BIOTEC welcomes new research group leader Dr. Elisabeth Fischer-Friedrich


20/03/2017

Elisabeth Fischer-Friedrich ist seit dem 20. März 2017 als Forschungsgruppenleiterin am BIOTEC tätig. Unter dem Titel "Active rheology of the cytoskeleton" wird sich die promovierte Physikerin zunächst mit der aktiven Regulation von Materialeigenschaften von Zellen beschäftigen. Die entstehende Forschungsgruppe um Elisabeth Fischer-Friedrich will einen neuen Zugang zum Gebiet der Zellmechanik etablieren in dem die aktive mechanische Vorspannung in Zellen berücksichtigt wird. Unter anderem wird sich ihre Gruppe der Frage widmen, wie Zellen bei der Migration durch die engen Poren eines Gewebes ihre molekular erzeugte interne Antriebskraft und ihre Materialsteifigkeit aufeinander abstimmen und wie sich diese beiden essentiellen Parameter gegenseitig beeinflussen. So soll ein besseres Verständnis der Zellmigration und der Formentstehung von Geweben, z.B. bei der Embryonalentwicklung, erreicht werden. Außerdem sollen die gewonnenen Erkenntnisse die Entwicklung neuer, zellähnlicher Werkstoffe inspirieren.

2009 promovierte Elisabeth Fischer-Friedrich am Max Planck Institut für komplexe Systeme in Dresden. Danach forschte sie am Weizmann Institut in Israel und war von 2011-2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Affiliation zum Max-Planck Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik und zum Max-Planck Institut für Physik komplexer System in Dresden tätig. „Dresden ist ein exzellenter Standort für den Bereich der Biophysik, weil sich hier so viel Expertise zu diesem Gebiet nicht nur am BIOTEC sondern auch an vielen weiteren Instituten konzentriert. Außerdem gibt es in Dresden eine besondere Tradition dafür, dass Biologen und Physiker erfolgreich zusammenarbeiten und anspruchsvolle quantitative Biologie entsteht“, so die Wissenschaftlerin.

Die Rekrutierung von Elisabeth Fischer-Friedrich wurde unter anderem durch Mittel der Alexander von Humboldt-Professur von Prof. Jochen Guck (BIOTEC) ermöglicht. Ihre geplanten Arbeiten stellen zudem einen essentiellen Bestandteil des angestrebten Excellenzclusters "Physics of Life", welcher von Herrn Prof. Stephan Grill (BIOTEC) koordiniert wird, dar.

Foto: © BIOTEC


BIOTEC heißt neuen Forschungsgruppenleiter Dr. Marko Brankatschk willkommen


15/03/2017

Dr.  Marko Brankatschk verstärkt das BIOTEC seit Beginn des Jahres als Leiter der Forschungsgruppe "Neuro-glial membranes". In Zukunft  erforscht er am Tiermodel Drosophila (Fruchtfliege) den fettabhängigen Metabolismus und dessen neurobiologischen Auswirkungen. Fruchtfliegen sind bei dieser Arbeit von Vorteil, da deren endogenes Lipidom stark von der Qualität aufgenommener Nahrungsfette abhaengt. „Ich bin daran interessiert die biologische Wirkung von Nahrungsfetten zu studieren: Welche der Fette beeinflussen das systemische Insulin signaling? Welche verändern die Durchlässigkeit der Blut Hirn Schranke? Und welche beeinflussen die kognitiven Fähigkeiten des Hirns?,“ beschreibt er seine Motivation.

Antworten auf diese und andere Fragen helfen den Zusammenhang zwischen der Funktionalität des Hirns und dessen neuro-glialer Lipidkomposition zu verstehen. Dies ist wichtig, um komplexe Prozesse wie das Altern zu beschreiben oder um neue Therapieansätze gegen neurodegenerative Erkrankungen zu formulieren.
 
Die Forschungsgruppe um Marko Brankatschk befindet sich derzeit im Aufbau.
Der aus Deutschland stammende Marko Brankatschk erwarb 2006 den Doktorgrad am IMP/IMBA Wien. Das Thema seiner Promotion lautete „Axon Pathfinding at the Drosophila Midline”. Von 2006 – 2016 forschte  er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor von Suzanne Eaton am MPI-CBG Dresden, später am BIOTEC in der Forschungsgruppe um Francis Stewart.  Von 2007 – 2009 wurde seine Arbeit mit dem EMBO Long-term Fellowship honoriert. Seit Januar 2017 arbeitet Brankatschk nun als Forschungsgruppenleiter am BIOTEC. Er freut sich, so dem Wissenschaftsstandort Dresden treu bleiben zu können: „Die starke Expertise in der Fettforschung und die enge Verflechtung von Klinischer- und Grundlagenforschung machen Dresden zu einem tollen Ort für Wissenschaftler. Außerdem hilft die TU durch Förderprogramme jungen Wissenschaftlern beim Aufbau ihrer eigenen Forschung.“

Foto: © BIOTEC


Systemakkreditierung der TU Dresden bescheinigt Qualität der Lehre an BIOTEC und CRTD


17/02/2017

Die TU Dresden durchlief von 2012 bis 2015 ein Systemakkreditierungsverfahren, welches die Qualität der angebotenen Studiengänge prüft. In diesem Rahmen wurden am 03.02.2017 die Internationalen Masterstudiengänge des BIOTEC und CRTD („Regenerative Biology and Medicine“, „Nanobiophysics“ und „Molecular Bioengineering“) offiziell akkreditiert; zunächst bis zum 30. September 2018.  Die Systemakkreditierung dient der internen Qualitätssicherung der TU Dresden und bescheinigt die hohen Ansprüche, die das BIOTEC und das CRTD an die Lehre haben. Wichtig ist diese Akkreditierung insbesondere für die internationalen Studierenden, da in anderen Ländern Stipendien oftmals nur für akkreditierte Studienangebote vergeben werden.


Bewerbungsstart für internationale Masterstudiengänge am BIOTEC/CRTD


10/02/2017

Der Startschuss für die Bewerbungsphase 2017 ist gefallen. Bis zum 31. Mai 2017 haben InteressentInnen die Möglichkeit, sich für die drei Masterstudiengänge Regenerative Biology and Medicine, Molecular Bioengineering und Nanobiophysics zu bewerben. Die BewerberInnen erwartet ein erstklassiges Studienumfeld am Dresdner Biocampus, international renommierte Professoren, eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis, den Zugang zu High-End-Geräten sowie auf sie zugeschnittene Programme wie das Durchlaufen verschiedener Labore (Lab Rotation). Kleine Lerngruppen und eine individuelle Betreuung optimieren den Lernerfolg. Alle drei Studiengänge bereiten auf eine (wissenschaftliche) Karriere im Bereich der Lebenswissenschaften (Biomedizin/Biotechnologie/Biophysik) vor.

>>Online-Bewerbung<<


BIOTEC team awarded with gold project at BIOMOD


25/11/2016

A team formed by eight students of the master programs Molecular Bioengineering and Nanobiophysics (BIOTEC, Technische Universität Dresden) and supervised by the research group leader Dr. Hans-Georg Braun (IPF) was awarded with the gold project category in the 2016 edition of BIOMOD. This edition was celebrated during the weekend of the 29th and the 30th October and took place in the University of California, in San Francisco (United States of America).

BIOMOD is an annual biomolecular design competition for students organised by the Wyss Institute. 30 teams from all over the world participate by designing and developing a project. This involves finding financial support and publishing the results in a website, a live presentation and a short video, apart from performing experiments. Teams from Dresden Dresden DNAmic (2014), Dresden Nanormous (2013), and Dresden Nanosaurs (2012) were also successful in previous editions of this contest. This year’s edition was won by Tiny Trap, a team from the University of New South Wales, in Australia.

The project developed by the team “I, nanobot” consisted of a micro-sized device capable of transport and deliver a cargo in a controlled manner. It was the result of linking a magnetic Dynabead®, which allows the external control of the movement with a variable magnetic field, to a vesicle for the transportation and delivery of the cargo. The linkage of these two functional parts was achieved using DNA origami technique. Targeted drug delivery and biosensing are some of the possible applications that this device might have in the fields of medicine and molecular biology.

Picture: Team I, nanobot. From left to right: Timothy Esch, Shikhar Gupta, Dr. Braun, Renat Nigmetzianov, Dmitry Beliaev (top); Yara Alsadaawi, Foram Joshi, Judit Clopés and Juliana Hilliard (bottom).

Further information: https://inanobotdresden.github.io/index.html


Jährliche Graduierungszeremonie der Master-Studiengänge von CRTD/BIOTEC am 28. Oktober


03/11/2016

Am 28. Oktober erhielten 52 Master-Absolventen der Studiengänge Regenerative Biology and Medicine (CRTD), Molecular Bioengineering (BIOTEC) und Nanobiophysics (BIOTEC) ihre Zeugnisse und Masterhüte. Gemeinsam mit ihren Familien und Freunden, sowie CRTD Mitarbeitern feierten sie im Auditorium und Foyer des CRTD. Das CRTD und BIOTEC wünschen allen Absolventen eine großartige Zukunft!

Informationen zu unseren Masterstudiengängen: http://www.biotec.tu-dresden.de/teaching/masters-courses.html

Foto: © CRTD




BIOTEC Gruppenleiter Dr. Carlo Cannistraci zum TUD Young Investigator ernannt


25/10/2016

 Dr. Carlo Cannistraci erhielt am 25. Oktober 2016 seine Ernennungsurkunde zum TUD Young Investigator. Er ist der achtzehnte Wissenschaftler, der diesen speziellen Titel der TU Dresden verliehen bekommen hat. Dr. Cannistraci studierte Bioingenieurwesen in Mailand (Italien). Seinen Doktortitel erwarb er an der Scuola Interpolitecnica di Dottorato (SIPD) auf dem Gebiet „Computational Systems and Network Biology". Nach Stationen an der Universität von Kalifornien in San Diego (USA) und der König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie (Saudi Arabien) leitet er seit Februar 2014 die Nachwuchsforschergruppe Biomedical Cybernetics am Biotechnologischen Zentrum (BIOTEC) der TU Dresden.

Foto: Dr. Carlo Cannistraci mit TUD Rektor Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen © Cindy Ullmann

 


Menschliche Organe aus dem 3D-Drucker: Freigeist-Fellowship unterstützt Forschung von Dr. Ivan Minev für die nächsten fünf Jahre


05/09/2016

Dr. Ivan Minev, Forschungsgruppenleiter am BIOTEC/CRTD, wurde mit einem Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung ausgezeichnet. Mit der Fördersumme in Höhe von 920.000 Euro wird er in den nächsten fünf Jahren seine eigene Forschungsgruppe aufbauen. Die fachoffenen Freigeist-Fellowships richten sich an außergewöhnliche Forscherpersönlichkeiten nach der Promotion, die sich zwischen etablierten Forschungsfeldern bewegen und risikobehaftete Wissenschaft betreiben möchten.

Pressemitteilung

Foto: © CRTD


Flexibel statt starr - Gezielter und effizienter Transport zellulärer Frachten durch physikalischen Mechanismus


29/08/2016

Ein Vesikel wird von einem Endosom mit dem Bindungsprotein EEA1 eingefangen und bindet an Rab5. Das aktive Rab5 (leuchtende blaue Partikel) veranlasst eine Veränderung der Flexibilität von EEA1 (grüne Filamente), wodurch das Vesikel zur Zielmembran gezogen werden, andocken und verschmelzen kann. Autor: Mario AvellanedaDamit Zellen richtig funktionieren können, müssen Frachten innerhalb der Zelle ständig von einem Ort zum anderen transportiert werden, wobei es ähnlich zugeht wie an einem Güterbahnhof. Diese Frachten befinden sich entweder innerhalb oder auf intrazellulären Membranen sogenannter Vesikel. Diese Membranen haben eine spezifische Signatur und nur diejenigen mit der richtigen Signatur können mit Membranen anderer Zellorganellen zu einem Zellkompartiment verschmelzen. Dazu müssen die Vesikel von der Zielmembran erkannt werden, wozu diese lange Bindungsproteine verwendet, um das passende Vesikel zu finden.

David Murray und Marcus Jahnel aus den Forschungsgruppen von Marino Zerial am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) und Stephan Grill vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden wollten herausfinden wie diese langen Bindungsproteine in der Lage sind die Signatur eines Vesikels zu erkennen, um es zur Zielmembran zu ziehen. Die beiden Forscher und ihre Kollegen entdeckten, dass wenn ein Vesikel durch ein aktives Rab5, GTPase Protein andockt, dieses Protein eine Nachricht entlang des starren Bindungsproteins schickt, um es plötzlich flexibel zu machen. Diese Flexibilität ermöglicht es dem Vesikel hin zur Zielmembran zu wandern, dort anzudocken, und mit ihr zu verschmelzen. Dieser neu entdeckte Mechanismus wurde in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht und verdeutlicht, wie der Verkehr innerhalb einer Zelle effizient und gezielt ablaufen kann und löst das Paradox von Größenverhältnissen auf.

Original Publikation:
David H. Murray & Marcus Jahnel, Janelle Lauer, Mario J. Avellaneda, Nicolas Brouilly, Alice Cezanne, Hernán Morales-Navarrete, Enrico D. Perini, Charles Ferguson, Andrei N. Lupas, Yannis Kalaidzidis, Robert G. Parton, Stephan W. Grill and Marino Zerial: An endosomal tether undergoes an entropic collapse to bring vesicles together.
Nature, 24 August 2016, doi: 10.1038/nature19326

Nähere Information: Gruppenseite Stephan Grill

Foto: Ein Vesikel wird von einem Endosom mit dem Bindungsprotein EEA1 eingefangen und bindet an Rab5. Das aktive Rab5 (leuchtende blaue Partikel) veranlasst eine Veränderung der Flexibilität von EEA1 (grüne Filamente), wodurch das Vesikel zur Zielmembran gezogen werden, andocken und verschmelzen kann.
Author: Mario Avellaneda


Prof. Dr. Michael Brand zum EMBO Mitglied gewählt


30/05/2016

BIOTEC und CRTD Forschungsgruppenleiter Prof. Dr. Michael Brand, Gründungsdirektor und Sprecher des CRTD von 2005-2014, wurde zum Mitglied der EMBO gewählt.  Die European Molecular Biology Organization (EMBO) wählt jährlich neue Mitglieder in Anerkennung ihrer exzellenten Beiträge zur wissenschaftlichen Forschung. Die Wahl zum EMBO Mitglied ist eine Ehrung der Wissenschaft und Errungenschaften des jeweiligen Forschers. Diese renommierte Auszeichnung zeigt einmal mehr die hohe Leistungsfähigkeit und Qualität der Forscher am CRTD.

„Ich freue mich sehr über die Verstärkung unseres Mitgliedskreises durch 58 herausragende Wissenschafler. Ich möchte ihnen gratulieren und sie in der EMBO Gemeinschaft willkommen heißen“, sagt EMBO Direktorin Maria Leptin. „Indem sie nach den Prinzipien der Exzellenz und Integrität arbeiten, leisten sie unschätzbare Beiträge zu Wissenschaft und Gesellschaft.“

EMBO ist eine Organisation mit mehr als 1700 führenden Wissenschaftlern weltweit, inklusive 84 Nobelpreisträgern, die Exzellenz im Bereich der Lebenswissenschaften fördert. Die Hauptziele der EMBO sind die Unterstützung qualifizierter Wissenschaftler auf allen Ebenen, die Stimulation des  Austausches wissenschaftlicher Informationen, sowie die Weiterentwicklung des europäischen Forschungsumfeldes, in dem Wissenschaftler Höchstleistungen erbringen können.

Weiterführende Informationen: http://www.embo.org und http://www.crt-dresden.de/research/crtd-core-groups/brand.html


CRTD, BIOTEC und B CUBE wieder Teil der Langen Nacht der Wissenschaften am 10. Juni 2016


27/05/2016

Am 10. Juni werden sich das CRTD, BIOTEC und B CUBE wieder bei der Langen Nacht der Wissenschaften präsentieren. Auf vier Ebenen gibt es von 18 - 1 Uhr ein buntes Programm aus Präsentationen, Vortägen und Mitmach-Aktionen. Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie!

Veranstaltungsort: CRTD, Fetscherstraße 105, 01307 Dresden

Programm CMCB (CRTD, BIOTEC, B CUBE)

Komplettes Programm:  http://www.wissenschaftsnacht-dresden.de/programm/


Neugegründetes Grant Office für B CUBE, BIOTEC und CRTD nimmt seine Arbeit auf


08/04/2016

Das Grant Office (GO) wurde im Februar 2016 gegründet, um Wissenschaftler des B CUBE, BIOTEC und CRTD beim Einwerben von Fördergeldern für die hier durchgeführte Grundlagen- und angewandte Forschung zu unterstützen. Das Grant Office wurde durch Prof. Michael Brand initiiert und wird für die kommenden drei Jahren durch den Freistaat Sachsen finanziert. Ziel ist die Etablierung eines Teams aus Spezialisten für das Management von Förderanträgen. Das Grant Office zielt außerdem darauf ab, das Profil des Dresdner Biocampus in lokalen, nationalen und internationalen Netzwerken zu stärken.
 
Das Grant Office befindet sich im CRTD (3. Etage, Raum 3.137).

Kontakt:  grant_office(at)lists.biotec.tu-dresden.de   

Foto: GO Team (Gary Jennings, Maria Begasse, Nambirajan Govindarajan) © CRTD


BIOTEC/CRTD wieder Teil der Dresdner Seniorenakademie (Sommersemester 2016)


04/04/2016

CRTD & BIOTEC nehmen auch im Sommersemester 2016 mit fünf Veranstaltungen an der Dresdner Seniorenakademie teil. Alle Veranstaltungen werden in deutscher Sprache abgehalten.


Programm:

„Die Regeneration des zentralen Nervensystems.  Der Fisch kann es! Warum ich nicht?“
Dr. Michell M. Reimer
Mittwoch, 13.04.2016
10.00-11.30 Uhr (Auditorium)

„Optische Pinzetten: Moleküle in der Lichtzange“
Christoph Ehrlich
Mittwoch, 11.05.2016
10.00-11.30 Uhr (Auditorium)

„Eine kleine Geschichte der Mikroskopie“
Dr. Ruth Hans
Mittwoch, 15.06.2016
10.00-11.30 Uhr (Seminarraum 3)

„Die Vermessung des Denkens“
Dr. Alexander Garthe
Mittwoch, 17.08.2016
10.00-11.30 Uhr (Seminarraum 3)

„Futter für das Denken: der Zusammenhang zwischen Ernährung und Hirnfunktion“
Prof. Dr. Gerd Kempermann
Mittwoch, 07.09.2016
10.00-11.30 Uhr (Auditorium)
 

Weiterführende Informationen:

senak.inf.tu-dresden.de/wordpress/

Veranstaltungsort:
DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden
Fetscherstraße 105
01307 Dresden


Synergieeffekte durch neue gemeinsame Technologieplattform des CRTD, BIOTEC und B CUBE


15/02/2016

Ab sofort sind 11 Core Facilities des CRTD, BIOTEC und B CUBE in einem  Internetauftritt als gemeinsame Technologieplattform der drei Institute der TU Dresdenzusammengefasst. Diese strukturelle Optimierung beinhaltet neben einer verbesserten Nutzerführung und einer verbesserten Verfügbarkeit von Informationen auch das standardisiertes Buchungssystem. Im Verlauf des letzten Jahres arbeiteten sowohl Mitarbeiter der Administration und IT-Abteilung der drei Einrichtungen, als auch Wissenschaftler und technische Assistenten der Facilities intensiv an diesem Gemeinschaftsprojekt. Die mehr als 130 Forschungsgruppen, die bereits jetzt zur Nutzergruppe der Core Facilities gehören, profitieren ab sofort von den Verbesserungen. Die gemeinsame Technologieplattform wird durch Drittmittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Freistaates Sachsen,des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)  und die Technischen Universität Dresden gefördert.

Weiterführende Informationen, Überblick zum Angebotsspektrum und Zugang zum Buchungssystem:

biotp.tu-dresden.de/biotechnology-platform/


Gaststudium: CRTD und BIOTEC öffnen ihre Vorlesungen für Asylsuchende


16/12/2015

Wir laden Asylsuchende ein, sich für ein Gaststudium am BIOTEC/CRTD zu bewerben. Alle relevanten Informationen und das Bewerbungsformular sind hier zusammengefasst:

Gaststudium für Asylsuchende


SPACE-P’s BIOTEC-Team gewinnt die Bronzemedaille beim internationalen studentischen Wettbewerb iGEM in Boston


14/12/2015

Ein Team von Master-Studenten des BIOTEC kann sich freuen: ihre Arbeit für den internationalen studentischen Wettbewerb iGEM wurde mit der Bronzemedaille in September in Boston geehrt. Der Wettbewerb „International Genetically Engineered Machine competition” (iGEM) ist der erste Wettbewerb im Bereich der Synthetischen Biologie für Bachelor- und Master-Studenten. Studentische Teams erhalten ein Kit mit biologischen Teilen Anfang des Sommers, arbeiten dann in ihren  Hochschulen indem sie diese Teile benutzen sowie neue Teile selber gestalten, um biologische Systeme zu entwickeln und sie in lebenden Zellen operieren zu lassen. 259 multidisziplinäre Teams mit über 2700 Teilnehmern aus der ganzen Welt haben ihre Projekte an der iGEM End-Festveranstaltung in Boston, Massachusetts, am 24.-28. September 2015 vorgestellt.

Die große Mehrheit der Mitglieder des BIOTEC-Teams sind Studenten des internationalen Master-Studiengangs Molecular Bioengineering. Betreut wurden sie hauptsächlich von der Forschungsgruppe und Professur Genomik am BIOTEC. In ihrem Projekt „SPACE-P“ für “Structural Phage Assisted Continuous Evolution of Proteins” schlug das Team einen alternativen Weg zur Identifikation von Protein-Bindepartnern vor. Diese Peptide könnten eventuell Antikörper in eingen Anwendungen ersetzen. Das Ziel des Projekts war die Entwicklung von Peptiden die mit einem bestimmten Zielprotein interagieren zu beschleunigen. Das sollte durch eine Kombination des Phagen-Displays mit einem bakteriellen "Two-Hybrid"-Systems unter konstantem Mutationsdruck in einem Chemostaten erzielt werden. Der automatisierte zyklische Prozess von Mutation und Selektion sollte dazu führen einen geeigneten Bindeparter des Zielproteins in weniger als drei Tagen zu identifizieren. Eine detailierte Beschreibung des Projektes und der beteiligten Personen kann unter folgendem Link gefunden werden: http://2015.igem.org/Team:TU_Dresden


11. Dez. 2015: Auszeichnungen für die besten Absolventen 2015 der TU Dresden


14/12/2015

Am Freitag den 11. Dezember 2015 fand die Auszeichnung der besten Absolventen 2015 der TU Dresden statt. Im feierlichen Rahmen überreichte der Rektor der Universität die Urkunden. Unter den insgesamt ca. 6000 Absolventen gab es in diesem Jahr 97 Studenten, die als beste Absolventen ausgezeichnet wurden. Für die BIOTEC/CRTD Master-Studiengänge nahmen Maria Elsner, Lisa Kube und Jana Sievers als beste Absolventinnen des Master-Studiengangs Molecular Bioengineering teil und empfingen die "Ehrenfried-Walter-von-Tschirnhaus" Urkunde, die den besten Absolventen im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften vergeben wird. Alexandr Dibrov (Master-Studiengang Nanobiophysics), sowie Lara Maronne und Philip Franke (Master-Studiengang Regenerative Biology and Medicine) konnten leider nicht persönlich anwesend sein, werden ihre Urkunde aber postalisch erhalten. Wir gratulieren ihnen ganz herzlich! 


Dr. Jörg Mansfeld erhält 1,5 Mio. EUR ERC Starting Grant


09/12/2015

Dr. Jörg Mansfeld erhält einen 1,5 Mio. EUR ERC Starting Grant zur Unterstützung seiner Krebsforschung

Jörg Mansfeld, Emmy Noether Gruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden, wurde mit dem prestigeträchtigen und hoch kompetitiven Starting Grant des European Research Council (ERC) ausgezeichnet. Für die nächsten 5 Jahre erhält er 1,5 Mio. EUR, um seine Forschung im Bereich des Zellzyklus und der Redox-Regulation zu unterstützen. Mit den begehrten Starting Grants der EU werden junge, vielversprechende Wissenschaftler in der Erreichung ihrer Forschungsunabhängigkeit unterstützt.

Photo © Jörg Mansfeld


Prof. Dr. Stephan Grill erhält Raymond and Beverly Sackler International Prize for Biophysics


08/10/2015

Stephan Grill wird mit diesem Preis für seine exzellente Forschung im Bereich der mesoskopischen Physik von Zellstrukturen und -dynamik ausgezeichnet. Den mit 50.000 Dollar dotierten Preis erhält er für die Entdeckung der Mechanismen, die es Zellen erlauben in ihrem Wachstum links und rechts zu unterscheiden.

Weitere Informationen: https://english.tau.ac.il/sackler_prize_in_biophysics

Pressemitteilung

Foto: © Katrin Boes, MPI-CBG


BIOTEC-Professor Stephan Grill zum Max Planck Fellow berufen


30/07/2015

 

In seiner Forschung verbindet der Dresdner Biophysiker Stephan Grill die Biologie mit der Physik und der theoretischen Physik, um in einem multidisziplinären Ansatz die Brücke von der molekularen Mechanik zur Zell- und Gewebemechanik zu schlagen. Eine wesentliche Entdeckung seiner Arbeitsgruppe aus den letzten Jahren ist die Erzeugung von Drehmomenten durch die Zellhülle. Diese führen zu Verdrillungen in Zellverbänden, die wichtig für den Wachstumsprozess sind.

Stephan Grill (41) studierte Physik an der Universität Heidelberg und arbeitete danach am European Molecular Biology Laboratory (EMBL). 2002 promovierte er an der TU München und forschte von 2001 – 2004 als Post-Doktorand am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden. Von 2004 – 2006 arbeitete Stephan Grill am Lawrence Berkeley National Laboratory in den U.S.A. Ab 2006 leitete er bis 2013 eine Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme und am MPI-CBG in Dresden. Seit 2013 ist Professor für Biophysik an der TU Dresden.

Stephan Grill veröffentliche bisher 50 Artikel, davon viele in hoch renommierten Fachzeitschriften. Für seinen wissenschaftlichen Erfolg wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, so z.B. 2009 mit dem Award for Research Cooperation and Highest Excellence in Science (ARCHES) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Minerva Stiftung. 2010 erhielt Stephan Grill den EMBO Young Investigator Award, 2011 einen ERC Research Grant sowie den Paul Ehrlich und Ludwig Darmstätdter-Nachwuchspreis. 2013 wurde er mit dem Binder Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie ausgezeichnet.

Das Programm der „Max Planck Fellows“ wurde 2005 von der Max-Planck-Gesellschaft eingeführt, um die Kooperation zwischen herausragenden Hochschullehrern an Universitäten und Wissenschaftlern an Max-Planck-Instituten zu stärken. Die Tätigkeit als Max Planck Fellow ist auf fünf Jahre begrenzt, kann jedoch einmalig um fünf Jahre verlängert werden. Sie beinhaltet die Leitung einer eigenen Arbeitsgruppe an einem Max-Planck-Institut.

Neben Prof. Stephan Grill wurden in den vergangenen Jahren auch Frau Prof. Elly Tanaka, Prof. Michele Solimena, Prof. Michael Ruck und Prof. Roland Ketzmerick diese Auszeichnung zuerkannt. Damit arbeiten fünf von deutschlandweit etwa 40 Max Planck Fellows an der Technischen Universität Dresden.


NEUES MEDIZINTECHNIK-UNTERNEHMEN STÄRKT BIOTECHNOLOGIESTANDORT DRESDEN


24/07/2015

Zuwachs für die Dresdner Biotechnologiebranche: Die Zellmechanik Dresden GmbH, ein Spin-off der TU Dresden, bringt ein Forschungsgerät auf den Markt, das u. a. den mechanischen Fingerabdruck von Blut bestimmen kann. Die Unternehmensgründung basiert auf der Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Bestimmung der mechanischen Eigenschaften von Zellen in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr.  Jochen Guck am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC). Die Forschungsarbeiten wurden von der Europäischen Union, der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem Freistaat Sachsen gefördert. Zwei der Erfinder der Methode bilden mit drei weiteren Mitgliedern das Gründungsteam des Unternehmens.

 „An Ostdeutschlands einziger Exzellenz-Universität, der TU Dresden, wurde einmal mehr zukunftsweisende Grundlagenforschung betrieben. Umso mehr freue ich mich, dass auch aus diesem Umfeld im Bereich der Biotechnologie Projekte zur Marktreife gebracht werden und neue Unternehmen entstehen – auch ermöglicht durch die effektiven Technologietransfer-Mechanismen am Standort“, sagt Heike Lutoschka, Abteilungsleiterin Wirtschaftsstrategie und Marketing im Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.

Neues Verfahren revolutioniert die Diagnostik von Krankheiten – Aussagen über den Gesundheitszustand sind früher und einfacher möglich
Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren zur zerstörungsfreien Analyse von Zellpopulationen werden für die Methode „Real-Time Deformability Cytometry“ (RT-DC) weder Antikörper noch Fluoreszenz oder andere externe Biomarker benötigt. Die Information liegt in der Zelle selbst: „Die Zellen haben mechanische Eigenschaften, anhand derer sie unterschieden werden können. Krebszellen sind beispielsweise leichter verformbar als gesunde Zellen. Das können wir ertasten“, sagt Professor Guck.
Eine Hochgeschwindigkeitskamera, die mehrere tausend Bilder pro Sekunde schießt, stellt dabei Deformationen jeder einzelnen Zelle in Echtzeit fest. „So können wir die mechanischen Eigenschaften von mehreren hundert Zellen pro Sekunde messen. Das erlaubt uns in einer Minute Analysen, für die vergleichbare Technologien eine Woche benötigen“, erläutert Dr. Oliver Otto. So gelingt die Charakterisierung aller Blutzellarten inklusive Aktivierungsstatus der Zellen in nur 15 Minuten. Durch den hohen Durchsatz an Zellen reicht dafür ein Tropfen Blut aus. Etablierte Ansätze der medizinischen Diagnostik könnten damit durch einen einfachen und direkt zugänglichen Parameter ergänzt und damit die Anzahl zusätzlicher und teurer Analysen reduziert werden. „Das ist gerade bei dem mechanischen Fingerabdruck weißer Blutzellen entscheidend, der ein Abbild des Immunsystems und dessen Zustands ist “, so Dr. Otto weiter.

Preise und Auszeichnungen verweisen auf  den Stellenwert des Verfahrens
Neben vielen anderen Preisen ist das Gründungsprojekt im Juli dieses Jahres mit dem 2. Platz beim Sonderpreis „Emerging Industries“ im Rahmen des europäischen C3-Projektes ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung ist für herausragende Projekte an der Schnittstelle von Informations- und Kommunikationstechnologie und Life Sciences vergeben worden.
Im Projekt C3-Saxony haben sich die Technologiecluster Silicon Saxony (Mikro- und Nanoelektronik) und biosaxony (Life Sciences) vereint, um gemeinsam die Entwicklung interdisziplinärer Technologien voranzutreiben. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt wird vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr koordiniert.

Kontakt für Journalisten:
BIOTEC der TU Dresden
Prof. Dr. Jochen Guck
Telefon (03 51) 463 40 349
E-Mail: guck(at)biotec.tu-dresden.de

Zellmechanik Dresden GmbH
Dr. Oliver Otto, Geschäftsführer
Telefon (03 51) 463 40 324
E-Mail: otto(at)zellmechanik.com
 


Sich selbst heilende Axolotl, Organe aus dem 3D-Drucker, ein begehbares Auge und Elegante Würmer unterm Lego-Mikroskop


26/06/2015

Lange Nacht der Wissenschaften: Forschung entdecken und experimentieren

Kann 3D-Druck von organähnlichen Strukturen die Notwendigkeit von Tierversuchen minimieren und die Entwicklungen in der Biomedizin beschleunigen? Inwieweit lässt sich das Wissen über die Selbstheilungskräfte des Axolotls oder des Zebrafisches auf den Menschen übertragen? Diese und viele andere spannende Fragen beantworten Wissenschaftler während der 13. Langen Nacht der Wissenschaft am Freitag, 03. Juli 2015, von 18:00 bis 1:00 Uhr im DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD), Fetscherstraße 105, 01307 Dresden. Forschungsgruppen des CRTD, des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC), des Zentrums für Innovationskompetenz B CUBE, des Paul-Langerhans-Instituts (PLID) sowie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) lassen sich in dieser Nacht über die Schulter schauen, halten Vorträge und laden zum Mitmachen ein. Für Kinder gibt es Extra-Touren zu den Axolotln sowie spannende Entdeckungen unter Mikroskopen. Internationale Studententeams sowie Schüler der CRTD-Partnerschule Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium zeigen Experimente.

Die Exponate der Forschungsgruppen des Netzwerkes Biopolis Dresden, die im CRTD gemeinsam in dieser Nacht ausstellen, reichen von der Bioinformatik über die Zellbiologie bis hin zur Biophysik. Viele Stationen aus den Bereichen der regenerativen Therapien und der Biotechnologie bieten Experimente und Einblicke in Forschungsarbeiten an, die zum Ziel haben, neue Therapien für bisher unheilbare Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes oder Demenz zu entwickeln. Wissenschaftler erklären unter anderem, warum bei Zebrafischen Flossen oder Teile des Herzens nachwachsen, zeigen am Mikroskop, wie sich Zellen teilen, biologische Strukturen in 3D gedruckt werden können oder wie sich neue Nervenzellen im erwachsenen Gehirn bilden. Über Ursachen und neue Therapieansätze bei Autoimmunerkrankungen und neurodegenerativen Erkrankungen der Netzhaut informieren die Wissenschaftler der Institute.

Die kleinen Besucher werden auf speziellen Kindertouren durch das CRTD geführt: Sie lernen das Axolotl kennen- der mexikanische Salamander, der nach Verletzungen Arme und Beine nachwachsen lassen kann. Beim  Blick durch das Mikroskop,  werden sie Strukturen entdecken, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind.
Darüber hinaus wird es einen eigenen Bereich für Kinder geben, in dem sie kreativ tätig werden und spielerisch experimentieren können.

 

Das vollständige Programm für die Station 21, Fetscherstraße 105 mit weiteren Angaben zur Kindertour, Vorträgen und Ausstellungen ist im Internet unter www.wissenschaftsnacht-dresden.de nachzulesen.


Wissenschaftler öffnen neues Kapitel in der Medizin


03/02/2015

Nature Methods publiziert in Dresden entwickelte Methode zum Abtasten biologischer Zellen

Ein vollkommen neuer Ansatz von Wissenschaftlern der Technischen Universität (TU) Dresden zur mechanischen Charakterisierung von Zellen hat das Potential, die Diagnostik von Krankheiten zu revolutionieren. Wie jedes Material haben auch biologische Zellen mechanische Eigenschaften, anhand derer sie charakterisiert werden können. Beispielsweise sind Krebszellen leichter verformbar als gesunde Zellen. Diese Eigenschaften lassen sich ohne spezielle Vorbereitung der Zellen ertasten und sind damit hoch attraktiv für die Diagnostik und Prognostik in der Medizin. Allerdings gab es bisher keine Methode, mit der eine ausreichende Anzahl an Zellen in kurzer Zeit mechanisch vermessen werden konnte. Wissenschaftlern der TU Dresden ist es jetzt gelungen, eine Technologie zu entwickeln, die dieses Problem löst und es erstmals erlaubt, bisher offene Fragen der Biologie, Physik, Chemie und Medizin zu beantworten. Die Methode wird in der aktuellen Ausgabe von Nature Methods veröffentlicht.

Pressemitteilung

Photo: Real-Time Deformability Cytometry (RT-DC) zur Bestimmung des mechanischen Fingerabdrucks von Blut. Dabei fließen Zellen mit 10 cm/s von rechts nach links durch eine mikrofluidische Kanalstruktur (Breite des Bildausschnitts: 1.5 mm). Durch den von oben rechts und unten rechts einfließenden Hüllstrom werden die Zellen für die Messung der Zellverformung im schmalsten Teil des Kanals fokussiert. Es entstehen herzförmige Stromlinien, welche hier durch invertierte Überlagerung vieler Einzelbilder gezeigt sind. ©BIOTEC


BIOTEC-Nachwuchsforscher legt Grundstein für Biotech-Start-Up und wird mit dem Georg-Helm-Preis ausgezeichnet


30/01/2015

Philipp Rosendahl wird für seine Diplomarbeit „Mechanical Characterization of Suspended Cells in Microfluidic Channels“ mit dem Georg-Helm-Preis des Vereins zur Förderung von Studierenden der Technischen Universität Dresden e.V. ausgezeichnet. Seit 1995 werden jährlich drei dieser Preise für besonders herausragende Abschlussarbeiten an der TU Dresden vergeben. Philipp Rosendahl forscht am Lehrstuhl von Professor Jochen Guck am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC).

Der 28-jährige Physiker hat zusammen mit anderen Wissenschaftlern eine innovative Technologie entwickelt, die es erlaubt, die Materialeigenschaften von biologischen Zellen mit hohem Durchsatz zu vermessen. Damit ist es beispielsweise möglich ein zellmechanisches Blutbild zu erstellen, welches in Zukunft zur Bewertung des Gesundheitszustands von Patienten dienen könnte. Derzeit führt Herr Rosendahl seine Forschung im Rahmen einer Promotion in der Arbeitsgruppe von Prof. Guck fort.

Bereits jetzt zeigt die Vielzahl laufender Forschungskollaborationen das große Potential der Methode für die Wissenschaft als auch Anwendungen in der Klinik und Industrie. Derzeit sind Prof. Guck und sein Team mit Unterstützung der TU Dresden, des Freistaates Sachsen und der EU in der Gründungsphase eines Unternehmens, welches die Technologie einem weiten Kreis von Forschungseinrichtungen zugänglich machen wird.

Pressemitteilung     
Photo: Philipp Rosendahl ©Susan Rosendahl


Der Wurm hat den Dreh raus: Wie ein Drehmoment die Rechts-/Links-Symmetrie brechen kann


19/12/2014

Bei der Entwicklung eines Lebewesens sind Achsen wichtige Orientierungspunkte: Wo ist oben, unten, wo ist vorne und hinten? Auch die rechte und linke Seite eines Organismus werden über eine solche Achse definiert. Meist spiegeln sich die beiden Seiten, und doch muss die Symmetrie bei der Entwicklung eines Embryos auch immer wieder gebrochen werden: Unser Äußeres etwa ist entlang der Rechts-/Links-Achse gespiegelt, die Organe im Inneren hingegen sind überhaupt nicht symmetrisch angeordnet.

Die Arbeitsgruppe von Stephan Grill hat dieses Phänomen nun im Fadenwurm Caenorhabditis elegans genauer beleuchtet und den Mechanismus identifiziert, der die Symmetrie bricht: Ein feines Netzwerk aus Aktin, das knapp unterhalb der Zellmembran liegt, nutzt kleine molekulare Motoren und erzeugt so eine schraubende Bewegung – spiegelsymmetrische Rotationen. Diese Drehungen lösen Materialflüsse aus, die schließlich die Recht-/Links-Achse der Zelle in eine Schieflage bringen – dadurch entwickeln sich die betroffenen Zellen asymmetrisch. Dieser Vorgang geschieht sehr früh in der Entwicklung, nämlich schon zu dem Zeitpunkt, an dem der Embryo aus nur vier Zellen besteht.

Originalveröffentlichung: Sundar Ram Naganathan, Sebastian Fürthauer, Masatoshi Nishikawa, Frank Jülicher, Stephan W Grill: Active torque generation by the actomyosin cell cortex drives left-right symmetry breaking, eLife, 17. Dezember 2014

Weiterführende Informationen

Autor der Pressemitteilung: Florian Frisch (MPI-CBG)


BIOTEC Forum 2014: Moleküle, Zellen und Gewebe – Messtechniken für die Biomechanik


01/12/2014

Mehr als 200 internationale Wissenschaftler tauschen sich über ihre aktuellen Forschungsergebnisse beim BIOTEC Forum 2014 am 08. und 09. Dezember 2014 in Dresden aus. Den Schwerpunkt des seit 2007 stattfindenden Forums haben das Biotechnologische Zentrum (BIOTEC) und das Zentrum für Innovationskompetenz B CUBE an der TU Dresden dieses Jahr auf „Biomechanics across scales – molecules, cells, tissue“ (Biomechanik quer durch alle Skalen – Moleküle, Zellen, Gewebe) gelegt. Die offene Kommunikationsplattform soll Kooperationen zwischen den Arbeitsgruppen der Biomechanik, Biophysik, Zell- und Entwicklungsbiologie weltweit schaffen.

Pressemitteilung


TUD Team „Dresden DNAmic“ beim internationalen BIOMOD-Wettbewerb in Harvard erfolgreich


01/12/2014

Ein studentisches Team der Technischen Universität Dresden (TUD) hat gestern zum dritten Mal in Folge einen zweiten Platz einem internationalen Wissenschaftswettbewerb in Harvard (USA) erreicht: Unter der Leitung von cfaed-Forschungsgruppenleiter Dr. Thorsten-Lars Schmidt nahmen zwölf Studierende der BIOTEC Masterprogramme „Molecular Bioengineering“ und „Nanobiophysics“ am diesjährigen „Harvard Biomolecular Design“-Wettbewerb (BIOMOD) in Boston teil.

Das interdisziplinäre „Dresden DNAmics”-Team nutzt die DNA-Origami-Technik, um aus Strängen des Erbgutträgers DNA (Desoxyribonukleinsäure) und Gold-Nanopartikeln einen nanometergroßen Lichtschalter zu kreieren. In den beiden Vorjahren hatten die TUD-Teams “Dresden Nanormous” (2013) und die “Dresden Nanosaurs” (2012) jeweils den zweiten Platz. Die „Dresden DNAmics“ erhielten den dritten Preis in der Kategorie „Bestes Video“, den ersten Preis für die beste Website und kamen damit in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz. Gewonnen hatte ein Team aus Australien.
„Das Ziel unseres Projekts ist die Herstellung von Lichtwellenleitern mit der Hilfe der Gold-Nanopartikeln”, erläutert der Biochemiker Leon Bichmann vom „Dresden-DNAmic”-Team. „Laserlicht wandert von Goldpartikel zu Goldpartikel über den Pfad, den das DNA-Origami vorgibt. Ziel ist es, damit optische Nanoschaltkreise zu konstruieren, die Signale mit viel höherer Geschwindigkeit weiterleiten, als dies in elektrischen Leitern möglich ist. Die DNA wird hierfür in einem völlig neuen Kontext, nicht als Erbsubstanz, sondern als Gerüstmaterial verwendet.” Die potenziellen Anwendungsmöglichkeiten reichen von Smartphones und Computern bis zur Medizintechnik.

Nicht nur das eingereichte Projekt selbst, sondern auch die eigene Website, eine live-Präsentation, und ein Video-Clip werden von der BIOMOD-Jury bewertet. Zudem müssen die Studenten Sponsoren aus Industrie und Wissenschaft für ihr Projekt vorweisen. „Auch bei der Langen Nacht der Wissenschaften und bei der Seniorenakademie in Dresden haben wir das Konzept zu unserem DNA-Schaltkreis gezeigt”, berichtet Team-Mitglied Jana Sievers. „Seit Januar 2014 haben wir uns mit dem Projekt beschäftigt – eine gute Vorübung für die demnächst anstehende Masterarbeit”, sagt die Biotechnologin.

Die Teilnahme am BIOMOD Wettbewerb wurde von „B CUBE – Center for Molecular Bioengineering“ und vom „Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC)“ initiiert. Der internationale Wettbewerb, an dem 30 Teams aus der ganzen Welt teilnehmen, wird vom Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering der Harvard University organisiert. Hier war Dr. Thorsten-Lars Schmidt von 2010 bis 2013 selbst als Post-Doc-Forscher tätig gewesen, bevor er als Forschungsgruppenleiter zum Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed), dem Exzellenzcluster für Elektronik der Technischen Universität Dresden (TUD), wechselte.

Foto: ©BIOTEC/BIOMOD-Studenten


BIOTEC-Forscher ist einer der „meistzitierten Wissenschaftler 2014“


18/07/2014

Thomson Reuters veröffentlicht Rankingliste herausragender Forscher

Die Rankingliste „Highly Cited Researchers 2014“ von Thomson Reuters benennt Dr. Michael Kuhn vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) als einen der weltweit meistzitierten Wissenschaftler im Bereich Biologie und Biochemie. Das US-amerikanische Medienunternehmen hat dafür die Zitierungen von Fachpublikationen zwischen 2002 und 2012 ausgewertet und listet in 21 verschiedenen Forschungsgebieten insgesamt 3.215 herausragende Wissenschaftler auf.

Pressemitteilung

Photo: Michael Kuhn vom BIOTEC gehört zu den "Highly Cited Researchers 2014" ©BIOTEC


Neue Zellen braucht der Mensch: Mehr als 1.880 Besucher kamen zur Langen Nacht der Wissenschaften ins CRTD


07/07/2014


Können die physikalischen Eigenschaften von Zellen mit den Kräften des Lichts, fließenden Wassers oder winziger Federn bestimmt werden?  Weshalb sieht eine Maus anders aus als eine Fliege? Auf diese und andere spannende Fragen erhielten die mehr als 1.880 Besucher während der 12. Langen Nacht der Wissenschaften im CRTD Antworten. Wissenschaftler des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster (CRTD), des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC), des ZIK BCUBE, des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung/Paul Langerhans Instituts (DZD/PLID), des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), der TU Chemnitz, des Life Science Inkubators (LSI), der CRTD-Kooperationsschule Martin-Anderson-Nexö-Gymnasium (MANOS), des School Projects und der Nanomod-Studenten  stellten am 5. Juli 2014 von 18.00 bis 1.00 Uhr ihre Forschung vor: An verschiedenen Stationen, bei Vorträgen und auf Kindertouren war es so für jeden möglich, einen Einblick in die Arbeit dieses internationalen Forschungsinstituts sowie der anderen Institute im Netzwerk zu erhalten. Die Besucher konnten mithilfe von Fingerabdrücken und Blutproben den Täter finden, die Regenerationsfähigkeit von Axolotln und Zebrafischen kennenlernen, ausprobieren, sich in der Dunkelheit blinder Menschen zurechtzufinden, etwas über die Kräfte in der Zelle oder über die aktuelle Diabetes- und neurodegenerative Forschung erfahren.

Wir danken allen Wissenschaftlern für ihr Engagement, die diese erfolgreiche Lange Nacht der Wissenschaften ermöglicht haben.
Die nächste Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften findet am 3. Juli 2015 statt.

Foto: CSI – Dresden: Fangt den Täter! ©CRTD


EU-Förderung: Auf dem Weg zum Diagnosegerät für Blutzellen


07/07/2014

BIOTEC-Professor überführt Forschungsergebnisse in kommerzielle Anwendung

Professor Jochen Guck vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) wird mit Hilfe eines „Proof of Concept Grants“, der vom European Research  Council (ERC) vergeben wird, die Kommerzialisierung einer neu entwickelten Technologie initialisieren. Ziel ist es, mit einem innovativen Gerät die mechanischen Eigenschaften von Zellen zu messen, damit Erkrankungen wie Sepsis frühzeitig erkannt werden können. Für zwölf Monate stehen dem Physiker 150.000 Euro zur Verfügung, um kommerzielle Anwendungen der neuen Methode zu evaluieren und deren Vermarktung vorzubereiten.

Pressemitteilung


Axolotl, „CSI BIOTEC“ und Drums Alive – neue Zellen braucht der Mensch


27/06/2014

Lange Nacht der Wissenschaften: Forschung entdecken und experimentieren

Können die physikalischen Eigenschaften von Zellen mit den Kräften des Lichts, fließenden Wassers oder winziger Federn bestimmt werden? Lassen sich daraus Methoden und neue Instrumente für die Diagnostik von Infektionen und Krankheiten entwickeln? Diese spannenden Fragen beantworten Wissenschaftler den Besuchern während der 12. Langen Nacht der Wissenschaft am Freitag, 04. Juli 2014, von 18.00 bis 1.00 Uhr im DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD), Fetscherstraße 105, 01307 Dresden. Forschungsgruppen des CRTD, des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC), des Zentrums für Innovationskompetenz BCUBE, des Paul-Langerhans-Instituts (PLID), des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) sowie der Sportmedizin der TU Chemnitz lassen sich in dieser Nacht über die Schulter schauen, halten Vorträge und laden zum Mitmachen ein. Für Kinder gibt es Extra-Touren zu den Axolotln. Internationale Studententeams sowie Schüler der CRTD-Partnerschule Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium zeigen Experimente. 

Download Foto: Kinder dürfen auf Extra-Touren mikroskopieren und besuchen die Axolotl.©CRTD

Pressemitteilung

Programm

Website der Langen Nacht der Wissenschaften

Die neue LNdW-Mobil-App für Android-Smartphones finden Sie hier.

Die neue LNdW-Mobil-App für iOS-Geräte finden Sie hier.


HFSP-Förderung für internationales Forschungsprojekt am BIOTEC: Mit Licht molekulare Motoren in der Zelle schalten


29/04/2014

Die Organisation „Human Frontier Science Program Organization“ (HFSP) fördert eine internationale Forschungskooperation unter der Leitung von Professor Stephan Grill vom Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC). Gemeinsam mit Professor Zev Bryant von der Stanford University Schools of Medicine and Engineering (USA) und Professor Alpha Yap von der University of Queensland (Australien) wird eine Methode etabliert, um mit Licht molekulare Motoren in Zellen und Geweben zu schalten. Diese Kooperation wird über drei Jahre mit mehr als einer Millionen US-Dollar gefördert.

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Foto: Professor Stephan Grill vom BIOTEC leitet die von der HFSP mit mehr als einer Millionen US-Dollar geförderte Forschungskooperation. ©BIOTEC


FANTOM5 – eine Struktur zur Definition von Zelltypen


27/03/2014

FANTOM5-Projekt untersucht, wie unser Genom die phantastische Vielfalt an Zelltypen entschlüsselt, die den Menschen ausmachen

Nach Jahren der Gemeinschaftsarbeit von mehr als 250 Forschern in 114 Laboren in mehr als 20 Ländern veröffentlicht das FANTOM- Konsortium heute wegweisende Studien in „Nature“ und neun weiteren Fachzeitschriften. Die in „Nature“ publizierten Studien beschreiben eine Karte der im menschlichen Genom kodierten Promotoren, die die regulierte Ausprägung eines Gens ermöglichen, und Enhancer, die DNA-Sequenz verstärkt das Ablesen eines Gens,  sowie deren Aktivität quer durch den riesigen Reichtum an Zelltypen und Gewebe des menschlichen Körpers. An dieser Gemeinschaftsarbeit war unter anderem Dr. Carlo Vittorio Cannistraci,  Forschungsgruppenleiter am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC), beteiligt, der als biomedizinischer Kybernetiker aus den vielen Daten theoretische Strukturen geschaffen hat. (Link zu den Studien in „Nature“: dx.doi.org 10.1038/nature13182)

Pressmitteilung

Link zur Pressemitteilung des RIKEN Insituts

Foto: Zu Arbeitstreffen kamen die Forscher des FANTOM5- Konsortiums, an dem mehr als 250 Forschern in 114 Laboren in mehr als 20 Ländern beteiligt waren, zusammen, um die Struktur zur Definition von Zelltypen zu schaffen. ©RIKEN


Sächsischer Biotechnologietag 2014 – Preise für Forschungsarbeiten während der Leistungsschau der Biotechnologie


20/03/2014

Mehr als 220 Wissenschaftler und Unternehmer der Biotechnologie aus Sachsen, weiteren Bundesländern sowie europäischen Staaten besuchten den Sächsischen Biotechnologietag 2014, der vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) und dem Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig mit Unterstützung des biosaxony e. V. organisiert wurde. „Das neue Konzept einer Leistungsschau der sächsischen Biotechnologiebranche mit Wissenschaft, Wirtschaft und kommerziellen Anwendungen ist voll aufgegangen“, sagt Professor Michael Schroeder, Direktor des BIOTEC. Die 13 Gastsprecher spannten den Bogen von den ersten Schritten eines Wissenschaftlers zur Kommerzialisierung seiner Forschungsergebnisse bis hin zur Präsentation erfolgreich etablierter international agierender Unternehmen. 29 sächsische Industrieaussteller, darunter Start-Ups der TU Dresden und anderer wissenschaftlicher Institute, zeigten ihre Produkte und technologischen Anwendungen im Foyer des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD).

Während der Poster-Session wurden Forschungsergebnisse mit hohem Potential für eine kommerziellen Anwendung präsentiert. Joachim Haupt vom BIOTEC erhielt den ersten Preis für seine Forschung. Ausgezeichnet wurden ebenso Nicole Körber und Vuk Savkovic, beide vom Translationszentrum für Regenerative Medizin der Universität Leipzig.

Erstmalig prämierte biosaxony e. V. die besten Bachelor- und Masterarbeiten sächsischer Studenten in Bereich Biotechnologie und Life Sciences. Für die beste sächsische Masterarbeit wurde Claudia Heber (Berufsakademie Riesa und Deutsche Biomasse Forschungszentrum Leipzig) ausgezeichnet. Platz 2 belegte Helene Henning (B CUBE – Center for Molecular Bioengineering) und Benedikt Schwarze (Universität Leipzig) erreichte Platz 3. An Catleen Conrad (TU Bergakademie Freiberg) ging der erste Preis für die beste sächsische Masterarbeit. Den zweiten Platz erlangte Tom Kunschmann (Universität Leipzig), gefolgt auf Platz drei von Sebastian Salentin (BIOTEC).

Foto: 29 sächsische Industrieaussteller zeigten ihre Produkte und technologischen Anwendungen im Foyer des CRTD.  ©BIOTEC


Sächsischer Biotechnologietag 2014 – Grundlagenforschung in verwertbare Anwendungen umsetzen


17/03/2014

Als Leistungsschau der sächsischen Biotechnologie in Forschung, Wirtschaft und verwertbaren Anwendungen präsentiert sich am 19. März 2014 der Sächsische Biotechnologietag 2014, der gemeinsam vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) und dem Biotechnologisch-Biomedizinischen-Zentrum der Universität Leipzig (BBZ) mit Unterstützung durch den biosaxony e. V. organisiert wird.

Der Sächsische Biotechnologietag wird 2014 als sachsenweites Forum eine zentrale Rolle als Kommunikations- und Kooperationsplattform zwischen Wissenschaftlern, Firmen und den Technologietransferstellen in Sachsen einnehmen. Das neuausgerichtete Programm spannt den Bogen von den ersten Schritten eines Wissenschaftlers zur Kommerzialisierung seiner Forschungsergebnisse bis hin zur Präsentation erfolgreich etablierter international agierender Unternehmen. Themenschwerpunkte der Vorträge sind hierbei „Wie startet und wächst ein Unternehmen“ (How to start and grow a business), „Entwicklung von Medikamenten und Therapien“ (Drug Discovery) und „Sequencing“. Mehr als 200 Wissenschaftler und Unternehmer aus Sachsen, Deutschland und dem Ausland werden erwartet. Begleitet wird dies von einer Leistungsschau der sächsischen Biotechnologieunternehmen.

Pressemitteilung


PROMOS-Stipendium für BIOTEC- und CRTD-Masterstudenten


05/03/2014

Zwei Studenten der Master-Studiengänge am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) und am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD) erhalten je ein PROMOS-Stipendium über 300 Euro pro Monat, um während eines sechsmonatigen Aufenthalts in einer amerikanischen Forschungseinrichtung ihre Masterarbeit zu schreiben. PROMOS ist ein Stipendienprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), das für kürzere Auslandsaufenthalte einen Beitrag zur Steigerung der Mobilität deutscher Studierender leisten soll. Voraussetzungen sind hervorragende akademische Leistungen sowie Motivation und Relevanz des Vorhabens.
Elisabeth Brandl, Studentin des CRTD-Master-Studiengang „Regenerative Biology and Medicine“ wird ihre Masterarbeit am Diabetes Center of University of California in der Gruppe von Matthias Hebrok durchführen. Christian Winkler, Student des BIOTEC-Master-Studiengang „Molecular Bioengineering“ wird am Fraunhofer Institute in Boston in der Gruppe von Alexis Sauer-Budge das Thema „Nanoscale Proteomics“ bearbeiten.

Foto: Die Masterstudenten Christian Winkler und Elisabeth Brandl erhalten je ein PROMOS-Stipendium, um während in einer amerikanischen Forschungseinrichtung ihre Masterarbeit zu schreiben. ©BIOTEC/CRTD


Nikos Kyritsis mit dem „PhD Student Award in Regenerative Medicine“ ausgezeichnet


09/12/2013

Den „Best Publication Award“ der Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies (BSRT) hat Dr. Nikos Kyritsis aus der Forschungsgruppe von Professor Michael Brand am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden - Exzellenzcluster (CRTD) der TU Dresden erhalten. Die Auszeichnung vergibt die BSRT jährlich an junge talentierte Wissenschaftler für hervorragende Publikationen welche die Erforschung regenerativer Therapien voranbringt. Aus den insgesamt 15 eingereichten Publikationen hatte sich die unabhängige Jury für Kyritsis Publikation „Acute Inflammation Initiates the Regenerative Response in the Adult Zebrafish Brain“ entschieden, die im November 2012 im Fachmagazin Science (Science 2012, DOI 10.1126.science.1228773) erschienen ist.

Verletzungen des menschlichen Gehirns und Rückenmarks rufen eine Entzündungsreaktion hervor. Seit Jahrzehnten wird in der Medizin darüber diskutiert, ob die Reaktion des Immunsystems nach Verletzungen des zentralen Nervensystems eher den Heilungsprozess fördert oder diesen verhindert. Erstmalig hat Dr. Nikos Kyritsis am Modell des Zebrafischs nachgewiesen, dass die Entzündungsreaktion beim Fisch notwendig ist, damit sich Nervenzellen nach Gehirnverletzungen überhaupt neu bilden. Hiermit haben sie einen neuen Mechanismus identifiziert, der die Regeneration des Zebrafischgehirns durch neurale Stammzellen steuert. Die Gehirne von Mensch und Zebrafisch unterscheiden sich zwar oberflächlich betrachtet hinsichtlich Größe und Aussehen, sind aber neuroanatomisch und genetisch bedingt durch die evolutionäre Abstammung verwandt. Mehr Informationen

Foto: Dr. Nikos Kyritsis ©CRTD


DFG fördert weiter Lipidforschung in Dresden, Heidelberg und Bonn


22/11/2013

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert die Förderung des Sonderforschungsbereichs/Transregio 83 (SFB/TRR83) „Molekulare Architektur und zelluläre Funktionen von Lipid/Protein Komplexen“, einem Verbund der Lipidforschung an den Universitäten Dresden, Heidelberg und Bonn, für weitere vier Jahre. Sprecherhochschule ist die Universität Heidelberg. In Dresden ist der SFB/TRR83 am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) mit Professor Bernard Hoflack als regionalem Sprecher angesiedelt. Von 2014 bis 2017 hat die DFG dafür Fördermittel in Höhe von rund 6,9 Millionen Euro bewilligt. Dresden erhält von diesen Mitteln mehr als 2 Millionen Euro für die Lipidforschung. Der SFB/TRR83 wurde bereits ab Januar 2010 für vier Jahre von mit insgesamt 8,66 Millionen Euro gefördert.

German Press Release.


Professur für Biophysik wurde am BIOTEC neu besetzt


15/10/2013

Stephan Grill hat die Professur für Biophysik am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) übernommen. Er war zuvor Gruppenleiter in Dresden am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik sowie am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme. Ihn interessieren vor allem molekulare Maschinen, ihre Funktionen in der Zelle sowie die verantwortlichen Interaktionen untereinander, die lebende Organismen an sich ausmachen.

Foto: Professor Stephan Grill ist neuer Gruppenleiter am BIOTEC. ©BIOTEC


Britischer Botschafter zu Besuch im CRTD


09/10/2013

Simon McDonald CMG, Britischer Botschafter in Berlin, besuchte gemeinsam mit Kenan Poleo, Regional Director UK Science and Innovation Network - Europe, Russia and Turkey, während seines Dresden-Aufenthalts am 09. Oktober 2013 das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD) und erhielt von Professorin Elly Tanaka sowie Professor Jochen Guck vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) einen Überblick über die Forschungsgebiete beider Institute. Insbesondere interessierte er sich für die Regenerationsforschung am Axolotl von Professorin Elly Tanaka.

Am Abend eröffnete der Britische Botschafter mit seinem Vortrag „Creating Prosperity – is research expensive theory or driver for growth?“ die Veranstaltungsreihe „Wissensbrücken“ der Exzellenzuniversität Dresden, die verschiedene Facetten der synergetischen Universität erfassen und im Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik Lösungsansätze für die komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts aufzeigen will.

Picture: Professorin Elly Tanaka erklärt dem Britischen Botschafter in Deutschland, Simon McDonald, die Regenerationsfähigkeit von Axolotln.©CRTD


Dresdner Oberbürgermeisterin empfängt internationale Wissenschaftler


20/09/2013

450 internationale Gäste kamen am 12. September 2013 zum kleinen Empfang der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz in das staatliche Museum Albertinum, darunter Wissenschaftler des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD), dem Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) und dem Center for Molecular Bioengineering (B CUBE). Dieses Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „Willkommenskultur“, zu dem Menschen eingeladen wurden, die aus dem Ausland nach Dresden gekommen sind und diese Stadt dauerhaft oder aus beruflichen Gründen zeitweise als Lebensmittelpunkt haben. Nach dem Sonderkonzert der Dresdner Philharmonie  war Zeit für einen Austausch zwischen den Forschern und der Oberbürgermeisterin.

Bild: Die Dresdner Oberbürgermeisterin (in der Mitte) mit Wissenschaftlern des CRTD und BIOTEC ©:Stadt Dresden/ Matthias Rietschel


Neue Kita-Plätze für CRTD und BIOTEC Mitarbeiter


15/07/2013

Über mehr Betreuungsplätze für ihre Kinder können sich die Mitarbeiter des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster (CRTD) und des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC) freuen. Heute öffnet der Krippenbereich der Kindertagesstätte auf der Loschwitzer Straße 21 und am 1. August wird der Kindergartenbereich, für die Betreuung von Kindern ab drei Jahren, eröffnet. Für Mitarbeiter des CRTD und des BIOTEC stehen in der neuen Kita 21 Plätze zur Verfügung. Neben der Kita Biopolis, die es seit 2009 gibt, ist dies die zweite Einrichtung in der CRTD und BIOTEC Mitarbeiter ihre Kinder betreuen lassen können. Betreiber ist, wie schon bei der Kita Biopolis die Thüringer Sozialakademie. Die Kita ist in der Villa St. Petersburg untergebracht, die 1872 im Stil des Historismus erbaut, 1995 saniert und zuletzt durch das Institut für Bildung und Beratung genutzt wurde. Nach einer weiteren Sanierung und Umbau kann die Villa nun als Kindertagesstätte genutzt werden.

Foto: Kindergarten auf der Loschwitzer Straße 21. ©CRTD


Arbeit gegen Armut beim „Aktionstag genialsozial 2013“ – Schüler arbeiten am BIOTEC


09/07/2013

Beim sächsischen „Aktionstag genialsozial 2013“ am 09. Juli 2013 können Schüler einen Schultag gegen einen Arbeitstag in Unternehmen, Vereinen oder Instituten eintauschen. Den erarbeiteten Lohn spenden sie humanitären oder sozialen Projekten. Am Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden arbeiten heute ein Schüler der 7. Klasse und eine Schülerin der 5. Klasse aus zwei Dresdner Gymnasien im Büro der Administration und in der Spül- und Medienküche, in der Lösungen und Nährmedien für die wissenschaftliche Arbeit hergestellt werden. Das BIOTEC ist in diesem Jahr zum ersten Mal bei dieser Initiative der Sächsischen Jugendstiftung dabei. Ein Teil des bei genialsozial erarbeiteten Geldes kommt in diesem Jahr die Hochwasserhilfe zugute. Außerdem werden Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Guatemala, Mosambik und Madagaskar unterstützt.

Website genialsozial: http://www.genialsozial.de


Sommerfest in der Kita Biopolis


09/07/2013

Die Wasserrutsche war bei den Kindern der Kita Biopolis eine ideale Abkühlung, die gemeinsam mit Eltern und Freunden bei dem herrlichen Sommerwetter ihr Sommerfest feierten. Eines der Highlights des Festes war der vom Förderverein gesponserte Mitmach-Zirkus: Die Kinder übten Jonglieren, sprangen wie die Löwen über imaginäres Feuer oder vollführten als watschelnde Pinguine kleine Kunststücke. Die „Tanzmäuse“ hatten zwei Tänze eingeübt, die sie mit Schirmen und Tüchern virtuos vorführten.
Der Kindergarten Biopolis ist eine gemeinsame Einrichtung der Thüringer Sozialakademie, des DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden, des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden sowie des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik.

Foto: Tanzende Mädchen der Kita Biopolis. ©Privat


Axolotl, Bananen und Gene: Mehr als 1.600 Besucher kamen zur Langen Nacht der Wissenschaften ins CRTD


09/07/2013

Welches Lebewesen hat das meiste Erbgut? Auf diese und andere spannende Fragen erhielten die mehr als 1.600 Besucher während der 11. Langen Nacht der Wissenschaften im CRTD Antworten. Wissenschaftler des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster (CRTD), des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC), des ZIK BCUBE, des Paul Langerhans Instituts (PLID), des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus stellen am 5. Juli 2013 von 18.00 bis 1.00 Uhr ihre Forschung vor: An verschiedenen Stationen, bei Vorträgen und auf Kindertouren war es so für jeden möglich, einen Einblick in die Arbeit dieses internationalen Forschungsinstituts sowie der anderen Institute im Netzwerk zu erhalten. Die Besucher konnten mit den internationalen Doktoranden des School Projects selbst aus Bananen DNA extrahieren, die Regenerationsfähigkeit von Axolotln und Zebrafischen kennenlernen, etwas über die Kräfte in der Zelle oder über die aktuelle Diabetes- und neurodegenerative Forschung erfahren. Übrigens: Pflanzen wie zum Beispiel Schachtelhalm oder Tulpen besitzen mehr Gene als Säugetiere wie der Mensch.

Wir danken allen Wissenschaftlern für ihr Engagement, die diese erfolgreiche Lange Nacht der Wissenschaften ermöglicht haben.
Die nächste Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften findet am 4. Juli 2014 statt.

Foto: Mikroskopieren für Kinder. ©CRTD


Von der Grundlagenforschung zur therapeutischen Anwendung. Sachsen fördert insgesamt fünf Translationsprojekte des BIOTEC und CRTD


04/07/2013

Vier Forschungsprojekte des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC) und ein Projekt des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD) erhalten eine Förderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK). Die Fördergelder stellt der Freistaat Sachsen in der Ende 2012 aufgelegten „Offensive Biotechnologie und Lebenswissenschaften 2020“ bereit, um die vorhandenen Zukunftspotentiale in der Region zu stärken. Dabei werden in die Schlüsseltechnologien Biotechnologie und Lebenswissenschaften zusätzlich insgesamt neun Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren investiert. Von 144 eingereichten Anträgen aus Sachsen werden vom SMWK 26 Projekte gefördert, die Forschung und deren wirtschaftliche Anwendung (Translation) zum Ziel haben.

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Schöner Wohnen für Stammzellen


24/06/2013

Wie  werden  Stammzellen  von ihrer  Umgebung  beeinflusst?  Um dies  besser  zu  verstehen,  haben  Wissenschaftler  vom Leibniz-Institut  für Polymerforschung  Dresden,  der  Medizinischen  Fakultät der  TU  Dresden  und  dem  DFG-Forschungszentrum  für  Regenerative  Therapien  das  Mikromilieu  von  Stammzellen  im Labor  nachgebildet.  Sie  haben  dabei  eine  Matrixstruktur  entwickelt,  in  der  menschliche Blutstammzellen  dreimal  schneller  wachsen  als unter bisher  angewandten  Bedingungen. Die  Ergebnisse  ihrer  Studie  wurden  am  16.  Juni  in  der  Fachzeitschrift  Nature  Methods publiziert (http://dx.doi.org/10.1038/nmeth.2523).


Axolotl, neue Nervenzellen und DNA aus Bananen


18/06/2013

Lange Nacht der Wissenschaften: Forschung entdecken und experimentieren

Woraus bestehen Gene? Wie viele Gene hat der Mensch? Diese spannende Frage beantworten Wissenschaftler den Besucher während der 11. Langen Nacht der Wissenschaft am Freitag, 05. Juli 2013, von 18.00 bis 1.00 Uhr im DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden – Exzellenzcluster an der TU Dresden (CRTD), Fetscherstraße 105, 01307 Dresden. Forschungsgruppen des CRTD, des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC), des Zentrums für Innovationskompetenz BCUBE, des Paul Langerhans Instituts Dresden (PLID), des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) sowie der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus lassen sich in dieser Nacht über die Schulter schauen, halten Vorträge und laden zum Mitmachen ein. Für Kinder gibt es Extra-Touren zu den Axolotln. Internationale Studententeams und Schüler der CRTD-Partnerschule Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium zeigen Experimente

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Website Lange Nacht der Wissenschaften 2013

 

 


Natur- und Geisteswissenschaftler eignen sich gemeinsam Informationen an


13/06/2013

Interdisziplinäre Dynamik wollen an die 40 Genetiker, Chemiker und Historiker erzeugen, die sich vom 16. bis 18. Juni 2013 beim Workshop „Transmission der Information in der Zeit und im Raum“ im Dresdner Bioinnovationszentrum treffen. Erstmalig findet diese fachübergreifende internationale Tagung über die Aneignung von Informationen statt, die vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden (BIOTEC), dem Zentrum für Innovationskompetenz "Center for Molecular Bioengineering“ (ZIK BCUBE) und der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte an der TU Dresden (FOVOG) ausgerichtet wird.

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Webseite des Workshops


Zwölf Millionen Euro für Dresdner SFB 655 „Von Zellen zu Geweben“


27/05/2013

Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert Dresdner Spitzenforschung für weitere vier Jahre

Zum 1. Juli 2013 startet die dritte Förderperiode des Sonderforschungsbereiches SFB 655 „Von Zellen zu Geweben – Determination und Interaktionen von Stammzellen und Vorläuferzellen bei der Gewebebildung“. Nachdem der Fortsetzungsantrag der Technischen Universität Mitte März 2013 in Dresden erfolgreich begutachtet wurde, genehmigte nun der zuständige Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG in Bonn die Finanzierung für weitere vier Jahre. Für diesen Zeitraum wird der SFB 655 rund zwölf Millionen Euro erhalten. Pressemitteilung


Ein Blick in Echtzeit auf die Spielregeln des Lebens


19/04/2013

Natürlich in der Umwelt vorkommende Bakterien und Viren sind untereinander in einem ständigen Existenzkampf. Bakterien haben eine Art Immunsystem entwickelt, um sich gegen den Angriff der Viren zu schützen: Spezielle Abwehrenzyme können die virale Erbinformation (DNA) zerstören und gleichzeitig gewährleisten, dass nicht die DNA des Bakteriums selbst angegriffen wird. Dabei spielen Marker auf der Bakterien-DNA eine Rolle, die den Viren fehlen. Physiker des Biotechnologischen Zentrums der TU Dresden (BIOTEC) untersuchten in Kooperation mit Forschern der Universität Bristol, wie die Abwehrenzyme die Bakterien-DNA nach diesen Markern scannen und zwischen ihnen kommunizieren, um den Abwehrmechanismus in Gang zu setzen. Sie konnten dabei erstmals live beobachten, wie sich solche Abwehrenzyme mittels thermischer Energie sehr effizient zwischen zwei Markern bewegen, deren Orte im Genom weit auseinanderliegen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im amerikanischen Fachjournal Science veröffentlicht worden.

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